Giants: Flomo fühlt sich wohl
VON LARS HÖCKER - zuletzt aktualisiert: 15.09.2011 - 08:18Düsseldorf (RP). Wenn man Patrick Flomo, den neuen Center des Basketball-Zweitligisten Giants, so erlebt, wird nach wenigen Augenblicken deutlich: Der 31-jährige Amerikaner mit liberianischen Wurzeln fühlt sich einfach wohl in seiner neuen Umgebung.
Dieses Wohlbefinden ist sehr eng an seine familiäre Situation gebunden. Nachdem der 2,03 Meter lange Schlaks im Jahr 2006 von den Hertener Löwen zum Bundesligisten Bonn gewechselt war, lernte er auch seine heutige Frau kennen.
In den sechs Jahren bei den Bakstes erlebte Flomo Basketball von seiner schönen, aber auch von seiner dunklen Seite. Mehrere Verletzungen, darunter zwei Kreuzbandrisse innerhalb von drei Jahren, führten dazu, dass der Vertrag des langjährigen Leistungsträgers zum Ende der Saison 2010/2011 nicht verlängert wurde.
Dennoch blickt der sympathische Amerikaner gern zurück auf seine bislang erfolgreichste Zeit seiner Karriere. „Ich habe mich immer sehr wohl gefühlt in Bonn“, betont er, „ich wäre auch gerne in Bonn geblieben, aber sie wollten einen anderen Weg gehen. Man ist immer loyal mit mir umgegangen und wir haben uns auch nicht im Groll voneinander getrennt“, erklärt Flomo, der weiß, dass „fünf Jahre eine sehr lange Zeit im Basketball sind“.
Jetzt hat aber ein neuer Abschnitt für den zweifachen Familienvater begonnen. Die Entscheidung, nach Düsseldorf zu wechseln, habe er „wohlüberlegt“ mit seiner Frau getroffen. Die kurze Distanz zu Bonn, wo die ganze Familie seiner Frau lebt, und die Hilfe der Giants, die ihm Auto und Wohnung stellen, „haben es einfach gemacht, sich einzuleben“, erzählt der extrem sprung- und spielstarke Center der Düsseldorfer.
Auch über sein neues Team könne er nur „großartiges“ sagen. Sein Ziel sei es, „natürlich immer alles zu gewinnen, sonst muss man kein Basketball spielen“. Dennoch stellt der zweimalige Vizemeister klar, dass „für den Aufstieg besonders die Defensive mitentscheidend sein wird“. Zudem sei das Zusammenbringen von jungen und alten Spielern extrem wichtig, betont Flomo. Einen Tipp für das deutsche Basketball hat er auch noch parat: „Die Jugendarbeit muss weiterentwickelt werden. Die Kinder müssen mehr gefördert werden.“
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