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Basketball: Giants ärgern den Favoriten

VON MARK KÜHN - zuletzt aktualisiert: 27.04.2009 - 08:30

Basketball-Bundesligist Artland Dragons verspielte beim 86:87 in Düsseldorf womöglich die Teilnahme an der Play-off-Runde. Lottich und Ex-Dragon Whiting waren die entscheidenden Spieler.

Göttingen gab sich keine Blöße.  Foto: GETTY IMAGES NORTH AMERICA, AFP
Göttingen gab sich keine Blöße. Foto: GETTY IMAGES NORTH AMERICA, AFP

Es war eines der stimmungsvollsten Giants-Spiele im Burg-Wächter Castello überhaupt. Gegner Artland Dragons hatte gestern 400 Fans mit in die Halle gebracht – und die machten lautstark von sich hören. Die 2734 Zuschauer bekamen wie so oft eine spannende Basketball-Bundesligapartie geboten, die erst in der Schlussphase entschieden wurde. Die Düsseldorfer gewannen mit 87:86 und raubten den Dragons die erhofften Punkte im Kampf um ihre Play-off-Teilnahme.

Die Giants begannen mit viel Respekt gegen den favorisierten Gegner. Der hatte in der Anfangsphase viel Raum, den er konsequent zu einer schnellen 10:0-Führung nutzte. "Ich habe den Jungs gesagt, sie sollen so hoch zurückliegen, damit wir diese Phase schnell hinter uns kriegen", scherzte Giants-Trainer Achim Kuczmann hinterher.

Ausgerechnet Adam Hess, der zu den besten Freunden von Giants-Spielmacher Zack Whiting zählt, präsentierte sich in bester Wurflaune. Erst Logan Kosmalski schaffte es, nach knapp drei Minuten die Punkteflaute seiner Mannschaft zu beenden. Dennoch dauerte es noch eine Weile, bis die Düsseldorfer zu ebenbürtigen Gegnern wurden. Dann bewiesen sie erneut, dass sie gegen jeden Gegner in der Lage sind, nach einem klaren Rückstand zurückzukommen. Nach einer Viertelstunde lagen die Schützlinge von Trainer Achim Kuczmann einigermaßen überraschend mit neun Punkten in Front. Neben der nun besseren Punktausbeute aus der Nahdistanz profitierten die Blauen nun von der stetig wachsenden Fehlpassquote bei den Dragons.

Wer jedoch die Giants in dieser Saison schon öfter beobachtet hatte, der ahnte schon, dass die klare Führung nicht lange Bestand haben würde. Zur Pause hatten die Düsseldorfer prompt nur noch ein knappes 41:39 im Rücken.

Zwei Minuten vor dem Ende der Partie schien es einen Kampf auf des Messers Schneide zu geben. Die Giants lagen nur knapp mit vier Zählern in Front, aber die Dragons schafften es nicht, das Spiel noch einmal zu drehen. Sie erlaubten sich in der entscheidenden Phase ein paar vermeidbare Fouls und ließen gute Möglichkeiten ungenutzt.

Zudem mussten die Gäste in den letzten Minuten mit dem Handicap leben, auf den "großen" Positionen gleich drei Spieler ersetzen zu müssen. Die bärenstarken Matt Lottich und Zack Whiting wurden auf Düsseldorfer Seite schließlich zu den Matchwinnern und erzielten die entscheidenden Körbe. Hätten die Giants schon vor Wochen ähnliche Nervenstärke bewiesen wie gestern – die Play-offs wären wohl keine Illusion geblieben. Kuczmann war mit der Leistung vollauf zufrieden: "Wir sind viel stabiler geworden – das hat man heute gesehen." Überrascht hat ihn der Erfolg nicht. "Wir sind kein Team, das dem Gegner einfach so die Punkte mitgibt – auch wenn wir nicht mehr um die Play-offs kämpfen können."

Quelle: RP

 
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