Basketball: Giants beenden Negativserie
VON MARK KÜHN - zuletzt aktualisiert: 09.03.2009 - 09:20Nach zuletzt acht Pflichtspielniederlagen in Folge gewann der Basketball-Bundesligist in Nördlingen knapp mit 78:77. Diesmal hatten die abstiegsgefährdeten Düsseldorfer Spieler ihre Nerven wieder besser im Griff.
Sie. können es also doch noch. Nach acht Pflichtspielniederlagen in Serie gelang den Giants am Samstagabend der Befreiungsschlag. Nach ihrem 78:77-Erfolg in Nördlingen kannte der Jubel keine Grenzen. Ausgelassen feierten die Düsseldorfer Bundesliga-Basketballer ihren hoch verdienten Sieg in der Kabine. Trainer Achim Kuczmann atmete erst einmal tief durch. Verständlich, denn der wichtige Erfolg im Schwabenländle verschafft den Giants nicht nur ein wenig Luft vor der Abstiegszone – er ist vor allem Balsam für die angeschlagene Psyche der Aktiven.
In der engen ersten Halbzeit deutete sich bereits an, dass sich Giants-Trainer Kuczmann auf seinen Joker Tom Spöler verlassen konnte. Der Rotschopf machte zehn Punkte und holte fünf Rebounds. Der Youngster, der die verletzten Brant Bailey und Pete Campbell vertrat, machte auch in kämpferischer Hinsicht ein starkes Spiel. Das dritte Viertel, in den vergangenen Wochen oft die Achillesverse im Spiel, lief diesmal beinahe wie am Schnürchen. Mit einer 14:0-Serie verschafften sich die Gäste eine gute Ausgangsposition für den letzten Durchgang.
Giants: Winters (6), Geib (6), Hendley (12), Carter (17), Tom Spöler (10), Whiting (14), Lottich (12), Kosmalski (2), Goddek.
Schiedsrichter: Stokes, Madinger, Fritz.
Zuschauer: 2300.
In der Schlussphase kam die Zeit von T.J. Carter, der inzwischen Spölers Aufgabe des Power Forward übernommen hatte. Der Amerikaner, mit seinen 1,92 Metern eigentlich zu klein für diese Position, zeigte Courage und überzeugte vor allem durch seine 17 Punkte. "Er hat seinen Größennachteil durch seine starke Athletik wettgemacht", urteilte Kuczmann, der neben Carter auch Spielmacher Zack Whiting herausstellte. Der Zugang behielt in den engen Phasen der Partie kühlen Kopf und setzte seine Mitspieler immer wieder geschickt in Szene. Ganz wichtig war Whitings verwandelter Dreier eine Minute vor Schluss, der den Giants einen Fünfpunkte-Vorsprung bescherte.
Spannend blieb es dennoch. Als die Gästeführung auf einen Zähler zusammengeschrumpft war, verlor Todd Hendley das Spielgerät am Nördlinger Korb. "Das war ein klares Foul an Todd", beurteilte Kuczmann diese Szene. Da die Unparteiischen aber zugunsten der Nördlinger entschieden, hatten die Gastgeber noch drei Sekunden Zeit, die Partie zu ihren Gunsten zu drehen. Die Süddeutschen kamen indes nicht mehr in eine gute Wurfposition, so dass deren letzter Versuch weit am Ring vorbeizischte. Dass die Düsseldorfer diesmal als Sieger das Parkett verließen, lag vor allem daran, dass sie ihre Nerven diesmal besser im Griff hatten als in den vorigen Wochen und schwerwiegende Fehler vermieden.
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