Giants: Giants fühlen sich in Tübingen nicht als Außenseiter
VON MARK KÜHN - zuletzt aktualisiert: 13.02.2010 - 13:02Karneval fällt für die Giants in diesem Jahr aus. Statt mit Pappnase in der Altstadt zu feiern trainierten die Basketballer an Altweiber für ihr schweres Auswärtsmatch in Tübingen.
Die Walter Tigers sind nicht gerade eine Mannschaft, die man sich in diesen Wochen als Aufbaugegner wünscht. Zwar haben die Tübinger ihr letztes Spiel bei Alba Berlin relativ deutlich mit 83:99 verloren, davor blieben die Süddeutschen aber sechsmal in Folge siegreich.
Die Schwaben haben in Branislav Ratkovica einen Aufbauspieler in ihren Reihen, der zu den besten Passgebern der Liga zählt. Michael Jenkins und der frühere Kölner Aleksandar Nadjfeji sind die Jungs, die die Vorlagen des Serben meist zuverlässig verwerten. Giants-Geschäftsführer Claudio Di Padova sieht die Giants am Samstag dennoch nicht als Außenseiter. "Tübingen ist eine Mannschaft, die wie wir vom Etat her im unteren Tabellendrittel steht", sagt der Funktionär und ergänzt: "Ich erwarte, dass wir da gewinnen können."
Gut möglich, dass die Düsseldorfer in der Paul-Horn-Arena ohne Koko Archibong auskommen müssen. Der beständigste Spieler im Team von Achim Kuczmann klagt erneut über Probleme an seiner Wurfhand. "Es gibt eine kleine Chance, dass er spielt – aber auch ohne ihn müssen wir in Tübingen gewinnen", sagt Di Padova. Erfahrene Korbjäger wie Brant Bailey sind aufgerufen, in die Bresche zu springen. Immerhin kann Brendan Winters nach überstandenen Kniebeschwerden wieder mitmischen.
Die angekündigten Einzelgespräche mit der Mannschaft sind "aus internen Gründen" übrigens auf die Tage nach Karneval verlegt worden. Claudio Di Padova könnte sich an den jecken Tagen doch mal ein Gläschen genehmigen. Immerhin steht inzwischen fest, dass die Stadt Düsseldorf den Basketballern die seit langem im Raum stehenden 480 000 Euro für diese Saison zahlen wird und ihnen auch die Miete für das Burg-Wächter Castello für diesen Zeitraum erlassen wird. Die Zukunft von Bundesliga-Basketball in Düsseldorf ist damit aber noch längst nicht gesichert. Es deutet sich vielmehr an, dass die Blauen in ihrem dritten Jahr in der Landeshauptstadt mit einem deutlich kleineren Etat als bisher auskommen müssen.
Play-off-Träume, wie sie vor dieser Saison häufig zu hören waren, könnten dann der Vergangenheit angehören. "Wir müssen uns darauf einstellen, dass es in der nächsten Saison einen knallharten Abstiegskampf geben wird", kündigt Di Padova schon mal an. Vielleicht aber erhalten die Giants bis dahin ja doch noch die dringend benötigte Unterstützung aus der Privatwirtschaft.
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