Basketball: Giants treffen auf Wundertüte
VON MARK KÜHN - zuletzt aktualisiert: 26.02.2010 - 07:57Der Düsseldorfer Basketball-Bundesligist tritt am Samstag (20 Uhr) mit seinem neuen Center Eric Taylor bei den Telekom Baskets Bonn an. Die sind nach einer herben Niederlage in Berlin schwer einzuschätzen.
Spiele gegen die Telekom Baskets sind für die Giants ja ohnehin immer etwas Besonderes. Diesmal steht die Partie der Basketballer im Telekom Dome (Samstag, 20 Uhr) dazu noch unter besonderen Vorzeichen. Die Düsseldorfer treten in der ehemaligen Bundeshauptstadt zum einen erstmals mit ihrem neuen Center Eric Taylor an. Die Bonner wiederum stecken nach ihrer deftigen 48:83-Pleite in Berlin in einer kleinen Krise und sind daher nicht ganz so großer Favorit wie sonst.
Dass Taylor in Bonn seinen Einstand geben wird, ist so gut wie sicher. Die Spielgenehmigung seines ehemaligen Klubs Brose Baskets Bamberg liegt bereits vor, das Okay des Verbandes ist reine Formsache. "Mit seiner Erfahrung aus den Europapokalspielen wird uns Eric sehr helfen", sagt Kuczmann, der überzeugt ist, dass der 33-jährige seinen Zenit noch nicht überschritten hat. Der mit 2,01 Meter für einen Center relativ kleine Amerikaner passte schon früher zu Leverkusener Zeiten genau in Kuczmanns System. "Er ist auch in der Lage, von außen zu spielen", sagt der Coach über den starken Rebounder. Im Vergleich zu seinem oft enttäuschenden Vorgänger Logan Kosmalski ist Taylor deutlich robuster. "Er ist ein unheimlich positiver Typ, er wird uns auch außerhalb des Spielfeldes helfen", versichert Kuczmann.
Wie die Bonner auf ihren Rückschlag in Berlin gegen die Giants regieren werden, weiß Kuczmann selbst nicht so genau. "Entweder sie sind angeschlagen oder es wird ein besonders hartes Spiel", erklärt der Übungsleiter. "Es ist wichtig, dass wir möglichst lange im Spiel bleiben, dann ist alles möglich", glaubt er. Individuell sind die Baskets deutlich besser besetzt als die Düsseldorfer, daran gibt es keinen Zweifel. Jared Jordan zählt zu den besten Vorbereitern der Liga, Chris Ensminger zu den stärksten Reboundern.
Kuczmann freut sich auf das Spiel, nicht nur weil er in Bonns Trainer Mike Koch einen alten Weggefährten wieder trifft. "Das ist eine tolle Halle und eine klasse Stimmung da – es macht immer Spaß, da zu spielen", sagt er mit einem breiten Lächeln im Gesicht.
Die Laune des Trainers könnte sich noch weiter aufhellen, wenn die Liga am heute Nachmittag Brant Baileys Sperre von drei Spielen und die ausgesprochene Geldstrafe von 4500 Euro reduzieren sollte. Giants-Geschäftsführer Claudio Di Padova sieht gute Chancen, dass der Verband einlenken wird. "Wir sind überzeugt, dass die Strafe deutlich zu hoch ausgefallen ist und haben dafür gute Argumente", sagt der Funktionär.
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