Giants Düsseldorf: Giants wollen dritte Kraft in Düsseldorf werden
VON MARK KÜHN - zuletzt aktualisiert: 28.08.2010 - 10:13Die Giants hatten ein exklusives Ambiente gewählt, um ihren neuen Geschäftsführer zu präsentieren. Im vornehmen Hotel Intercontinental auf der Kö zeigte sich Fabian Hedderich optimistisch, dass er den Basketball-Bundesligisten in den nächsten Monaten voranbringen kann.
An Selbstbewusstsein fehlt es dem Nachfolger von Claudio Di Padova jedenfalls nicht. „Ich habe in den vergangenen vier Jahren Projekte mit Sportklubs und Ligen betreut, ich bringe die Kompetenz und die Fähigkeiten für den Job mit“, verspricht der 32-jährige.
Dass bereits für diese Saison weitere Sponsoren gewonnen werden, um den mageren Etat von bislang 1,5 Millionen Euro anheben zu können, glaubt Hedderich indes nicht. „Es ist nicht realistisch, mal eben neue Sponsoren aus dem Hut zu zaubern“, sagt er. Hedderich will zunächst die Strukturen bei den Giants professionalisieren. Neu an Bord bei den Reisholzern ist auch Stefan Mohr. Der 43-jährige gilt wie Hedderich als Marketing-Experte, er wird bei den Reisholzern von nun an als Beiratsmitglied fungieren.
Die Giants-Gesellschafter Alexander Schröder-Frerkes und Martin Schimke gaben die Losung aus, die Giants neben Fortuna und DEG als dritte Kraft in Düsseldorf zu etablieren. Schröder-Frerkes deutete indes an, dass die Giants erst einmal ein schweres Jahr vor sich haben. „Erstmal muss das Produkt stimmen und Vertrauen aufgebaut werden, dann kann man Sponsoren gewinnen“, ergänzt Mohr. Und dann schiebt Schröder-Frerkes noch etwas zum Abgang von Ex-Geschäftsführer Di Padova nach: „Wir haben uns entschieden, neu zu beginnen, es war klar, dass er nicht dabei sein würde.“
Von Trainer und Team erwarten die Verantwortlichen künftig mehr Emotionen. Nicht nur Trainer Murat Didin tritt deutlich extrovertierter auf als seine Vorgänger Hansi Gnad und Achim Kuczmann, auch die Spieler sollen leidenschaftlicher zur Sache gehen. In ihrem ersten Test bei Zweitligist Essen, das die Blauen mit 70:65 gewannen, zeigten, bis auf den angeschlagenen Eddie Ard, alle Spieler, dass sie sich für Einsätze empfehlen wollen. „Für den ersten Test war das schon ziemlich gut“, meint Trainer Didin.
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