Giants: Zugang Pederson ist gleich Hoffnungsträger
zuletzt aktualisiert: 28.07.2011 - 09:00Basketball (RPO). Noch hat Nicholas Pederson ein paar Orientierungsprobleme. Der 2,03 Meter große Basketballer trägt ein Navigationsgerät in den Händen, als er in Badelatschen und Turnhose zum Pressegespräch auf der Königsallee eintrudelt. Der 26-Jährige zählt zweifellos zu den Hoffnungsträgern im neuen Giants-Team.
Trainer Murat Didin ist beim Basketball-Sommercamp in Köln auf Pederson aufmerksam geworden. Über seinen Agenten Kevin Houston, der früher in der Bundesliga gespielt hat, haben beide Seiten schnell Einigkeit über einen Vertrag erzielt. "Kevin und auch einige Spieler haben mir viel Gutes über die deutschen Ligen erzählt", verrät Pederson, für den das Engagement bei den Giants schon jetzt ein aufregendes Abenteuer ist. "Ich bin zum ersten Mal in Europa", sagt er ein wenig nervös. "Meine Eltern und Geschwister werde ich sicher sehr vermissen."
In den Staaten hat der Kalifornier zuletzt für Chico Rage in der ABA League gespielt. Irgendwie ist er froh, dass diese Zeit nun der Vergangenheit angehört. "Den meisten in meinem Team war egal, wenn sie verloren haben – die haben alle nur auf ihre persönliche Statistik geschaut", sagt er. "Ich will jetzt in einer Liga mit mehr Wettbewerb und mehr Struktur spielen." Und er ist ehrgeizig. "Ich will immer gewinnen", betont der Hüne.
Pederson hat im Basketball schon auf fast allen Positionen gespielt: als Spielmacher, Shooting Guard und als Flügelspieler. "Center mache ich auch, wenn der Trainer das will", sagt der Amerikaner mit einem Lächeln. Didin hat den Neuling allerdings auf dem Flügel eingeplant. "Nicholas ist ein sehr begabter und vielseitiger Junge", sagt der Coach über seinen Neuen.
Der Mann aus dem ruhigen Ort Rohnert Park darf sich große Hoffnungen auf einen Platz in der Düsseldorfer Startformation machen. Pederson hat bei den Giants für ein Jahr mit Option für ein weiteres unterschrieben. In dieser Zeit will er fleißig Deutsch lernen, das hat er versprochen. Das "Navi" wird er dann, zumindest in Düsseldorf, wohl kaum noch brauchen.
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