Handball: HSG fährt zum Duell der Top-Torhüter
VON GEORG AMEND - zuletzt aktualisiert: 16.10.2010Die HSG hat zuletzt mit dem 26:24-Heimsieg über den Bergischen HC in der zweiten Handball-Bundesliga eine Serie gebrochen: Es war der erste Erfolg nach drei Niederlagen hintereinander. Nun will das Team von Trainer Ronny Rogawska die nächste Serie beenden – allerdings keine eigene, sondern die des Gastgebers von Samstag (19.30 Uhr).
Der TV Bittenfeld hat bislang alle seine vier Heimspiele gewonnen. Dass die Mannschaft von Trainer Günter Schweikardt schlagbar ist, wies sie in Auswärtsspielen ebenso eindrucksvoll nach wie ihre Heimstärke, denn in fremden Hallen verloren die Baden-Württemberger bislang jede Partie. Pech also für die HSG, dass sie in der Bittenfelder Gemeindehalle antreten muss, die der große Nimbus der Gastgeber ist. Unterstützt von einem stimmungsvollen Publikum lieferte der TVB dort bislang stets eine konzentrierte Leistung ab.
Die benötigen auch die Düsseldorfer, wenn sie punkten wollen. Und das muss der Tabellenvierte, wenn er weiter Tuchfühlung zur Spitze haben will.
Beim Sieg über den Bergischen HC gelang der HSG über 50 Minuten eine solch konzentrierte Leistung, mit der sie den Gegner dominierte, doch achteinhalb Minuten vor dem Ende war diese völlige Kontrolle vorbei: Den Düsseldorfern gelang kein einziger Treffer mehr, weshalb das Ergebnis enger wurde, als es der Spielverlauf tatsächlich war. "Wir haben halt immer unsere Schwächephase", sagte der in diesem Spiel überragende Torwart Matthias Puhle zwar lapidar, fügte aber auch an: "Wir müssen daran arbeiten, dass sie so kurz wie möglich wird."
Der seit Montag 25-jährige Puhle und sein 15 Jahre älterer Kollege Almantas Savonis gehören zu den besten Torhüter-Gespannen der Liga – ein anderes Top-Duo steht heute auf der Gegenseite: Bastian Rutschmann und Daniel Sdunek, der auch schon der zweite Mann hinter Savonis bei der HSG war. Dass Sdunek vor drei Jahren, als er mit Willstätt-Ortenau zu Gast bei der HSG war, seinen Ex-Kollegen Savonis mit den Worten: "Na, Alma, jetzt bist du wohl Frührentner, was?", aufzog, wird der litauische Nationaltorhüter nicht vergessen haben. In Bittenfeld hat Savonis nun die Chance, der Frotzelei mit Taten zu widersprechen.
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