Handball: Flatten fordert neuen Spieler für die HSG
VON GEORG AMEND - zuletzt aktualisiert: 31.12.2009 - 11:17Der Frust saß tief bei der HSG. Gerade hatte sie ihr Heimspiel in der Handball-Bundesliga trotz einer großartigen kämpferischen Leistung gegen den Altmeister VfL Gummersbach mit 28:32 verloren. "Wir hatten uns zwei Punkte gewünscht und waren so nahe dran", stöhnte Trainer Goran Suton.
Sein Abwehrchef Max Ramota ergänzte: "Am Ende hat die größere individuelle Qualität den Ausschlag gegeben. Gummersbach hat ein blindes Verständnis im Rückraum. Das ist beeindruckend. Aber jetzt bin ich einfach nur frustriert." Weil die HSG 60 Minuten lang gleichwertig gewesen war. Das rang auch VfL-Kapitän Viktor Szilagyi, mit sechs Toren bester Werfer seines Teams, zumindest ein halbes Kompliment ab: "Egal ob Kiel oder Düsseldorf – wir haben gesehen, dass wir immer an unsere Leistungsgrenze gehen müssen, wenn wir ein Spiel gewinnen wollen."
Der Rekordmeister und der Aufsteiger in einem Atemzug – das hätte das verbale Sahnehäubchen auf die gute Vorstellung der Düsseldorfer sein können. Wäre da nicht der Auftritt von HSG-Manager Frank Flatten gewesen, der zwar ebenfalls wortgewandt, aber in der Sache doch arg ungeschickt formulierte: "Weihnachten ist zwar vorbei und das ist hier auch kein Wunschkonzert, aber ich wünsche mit trotzdem etwas: einen neuen Spieler.
Vielleicht sitzt ja ein Sponsor im ViP-Raum, der sich von unserem Spiel jetzt so hat begeistern lassen." Das sagte Flatten auf der Pressekonferenz, die live in den ViP-Raum der HSG übertragen wird. Und er sagte das exakt sechs Tage nachdem er in Bostjan Hribar einen neuen Spieler bekommen hatte, bei dessen Finanzierung er allerdings auch selbst mitgeholfen hatte. Flatten begründete seinen Appell: "Hätten wir heute einen Mann mehr gehabt, der uns in Abwehr und Angriff weiterhelfen kann, hätte das Spiel anders ausgehen müssen."
Das wollte Gummersbachs Trainer Sead Hasanefendic nicht kommentarlos stehen lassen: "Ich kann darüber nur lachen", sagte der VfL-Coach. "Alle machen das gleich. Balingen, Düsseldorf, alle holen neue Spieler, die auch entscheidende Tore werfen. Wir haben seit dem Sommer über 40 Spiele gehabt, und immer einen so dünnen Kader. Ich kann für fünf Positionen nur zwei Leute einwechseln. Ja, da wünsche ich mir auch einen neuen Spieler", erklärte Hasanefendic und schüttelte den Kopf. KOMMENTAR
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







