Handball: HSG chancenlos in Flensburg
VON ROBERT NEUMANN - zuletzt aktualisiert: 01.03.2010 - 08:33Der Tabellendritte der Handball-Bundesliga demontierte den Aufsteiger mit 34:23. Vor allem die Angriffsleistung der Düsseldorfer war erschreckend schwach. Nach 19 Minuten hieß es 13:4 – das war die Vorentscheidung.
Das war eine Lehrstunde: Mit 23:34 (9:19) verlor die HSG beim Tabellendritten der Handball-Bundesliga, der SG Flensburg/Handewitt, und war von Beginn an chancenlos. Das knappste Zwischenergebnis war das 1:2, das Bostjan Hribar nach zwei Minuten erzielte. Danach ging nichts mehr beim Aufsteiger, der neben den Langzeitverletzten Andrej Kurchev und Jan Henrik Behrends (beide Kreuzbandriss) sowie dem suspendierten Nikola Kedzo an der Förde auch auf Abwehrchef Max Ramota (Fingerverletzung) verzichten musste.
Es lag aber nicht an der Defensive, dass die HSG in Flensburg nicht einmal eine Viertelstunde lang ernsthaft mithalten konnte. Vielmehr war es die erschreckend schwache Angriffsleistung, mit der die Düsseldorfer bis zur Pause gerade einmal neun Tore erzielten. Das 13:4 nach 19 Minuten war so bereits die Vorentscheidung. "Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt schon entschieden", bekannte auch Trainer Goran Suton. "Wir haben sieben bis acht Treffer aus Tempogegenstößen und der zweiten Welle der SG kassiert." Deutlich zu viel und ein Beleg für den enttäuschenden Angriff, dem vor allem Flensburgs Torwart Dan Beutler immer wieder den Zahn zog und nach Paraden Konter einleitete. Bezeichnend auch, dass Hribar und Kapitän Michael Hegemann mit je fünf Treffern bereits die torgefährlichsten Spieler der Gäste waren.
Zu den eigenen Schwächen gesellte sich aber auch Pech: So musste Kreisläufer Patrick Fölser, die Konstante in der Abwehr, in der 47. Minute mit einer Rippenverletzung vom Feld. Der österreichische Nationalspieler wird in den nächsten Tagen noch beim Arzt untersucht werden, um einen Bruch auszuschließen. Für Fölser kam immerhin Nachwuchsspieler Dennis Backhaus zu seinem Bundesliga-Debüt, ein Treffer blieb dem erst 17-jährigen Talent aber verwehrt. "Wir müssen das Spiel schnell abhaken und uns jetzt auf unsere Partie nächsten Samstag gegen Göppingen vorbereiten", sagte Trainer Suton nach dem Ausflug an die Förde, der für alle Beteiligten eine Lehrstunde gewesen war – nicht nur für Debütant Backhaus.
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