Handball: HSG hält mit, verliert aber doch
VON GEORG AMEND - zuletzt aktualisiert: 30.12.2009 - 08:11Anders als beim Hinspiel in Gummersbach gibt es für die Düsseldorfer in der Handball-Bundesliga diesmal keine bittere Lektion. In der zweiten Halbzeit gehen sie sogar in Führung. Dann aber schwinden die Kräfte.
Dem Namen nach waren es dieselben Mannschaften, die sich zu Beginn der Saison in der Handball-Bundesliga gegenübergestanden hatten. Doch das Kräfteverhältnis zwischen der HSG Düsseldorf und dem VfL Gummersbach war gestern Abend im Burg-Wächter-Castello nicht mehr dasselbe wie am 5. September diesen Jahres. Damals hatten die Oberbergischen dem Aufsteiger aus der Landeshauptstadt beim 31:18-Sieg eine deftige Lektion erteilt, doch gestern zeigten die Düsseldorfer, dass sie daraus ihre Lehren gezogen haben: Am Ende verloren sie zwar mit 28:32 (13:13), doch die Partie war über 60 Minuten ausgeglichen.
In Hälfte eins waren die Hausherren auf einer entscheidenden Position einen Hauch besser besetzt: Im Tor zeigte Almantas Savonis eine glänzende Leistung, hielt allein in den ersten 30 Minuten zehn Würfe inklusive eines Siebenmeters. Auf der Gegenseite stand zwar in Goran Stojanovic ein Weltklasse-Keeper zwischen den Pfosten, doch er brachte es nur auf acht Paraden in diesem Zeitraum.
Im Hinspiel hatte Stojanovic die HSG noch zur Verzweiflung gebracht, als er 17 Minuten lang keinen Treffer zuließ. Diesmal waren die Düsseldorfer von Beginn an effektiver und aggressiver. Letzteres vor allem auch in der Abwehr. Wie sich die Defensivspieler zerrissen, mit welcher Geschwindigkeit sie sich trotz der vier Spiele in zehn Tagen, die ihnen in den Knochen stecken, bewegten, war beeindruckend. Erst nach 22 Minuten gelang Robert Gunnarsson die erste Führung für den VfL. Sie währte aber nicht lange. Michael Hegemann traf zum Ausgleich, und Andrej Kogut, der vor der Partie zusammen mit Max Weiß für den Weltmeistertitel der Junioren im August von Verbandspräsident Ernst Wittgens geehrt worden war, erzielte in Unterzahl die erneute Führung der HSG. Gummersbach blieb aber dran und schaffte noch den Gleichstand zur Halbzeit.
Nach dem Wechsel schien nach knapp 38 Minuten eine Vorentscheidung gefallen zu sein, denn der VfL führte mit vier Treffern. HSG-Trainer Goran Suton nahm eine Auszeit – und sie wirkte. Zweimal Frantisek Sulc, Hegemann, Kogut und Marcel Wernicke brachten die Hausherren mit fünf Treffern hintereinander in Front. Der Altmeister wankte, aber er fiel nicht. Bei der HSG schwanden zusehends die Kräfte, und obwohl sich die Blau-Gelben richtig gut verkauften, reichte es nicht zu einem möglichen Punktgewinn.
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