Handball: Rogawska: "Ich möchte es sauber zu Ende bringen"
VON CHRISTOFFER KLEINDIENST - zuletzt aktualisiert: 10.01.2012 - 09:20Seit zwölf Jahren ist HSG-Coach Ronny Rogawska bei dem Düsseldorfer Handball-Verein angestellt. Symptomatisch für die gesamte Situation des Klubs ist seine Zukunftsplanung – die ist bisher nämlich noch nicht klar definiert.
Sicher ist, dass der Däne ab der Saison 2012/13 nicht mehr die HSG trainieren wird. Wenn die Düsseldorfer mit dem DHC Rheinland eine Spielgemeinschaft, den DDHC, bilden, übernimmt DHC-Trainer Richard Ratka die Erste Mannschaft. "Ich habe einen Vertrag bis Juli, und den will ich auch vernünftig zu Ende führen. Zwar ist die derzeitige Situation traurig, aber so ist es nun mal", sagt Rogawska.
Das soll aber nicht heißen, dass sich der 42-Jährige Sorgen um seine Zukunft machen muss. Der derzeitige HSG-Präsident und künftige Geschäftsführer des DDHC, Frank Flatten, würde gern mit ihm als Coach der Zweiten Düsseldorf-Dormagener Mannschaft planen. Fast zeitgleich bekundete aber auch der bald selbständige ART Interesse an dem Dänen, stellte ihm eine Mitarbeit in der Jugendabteilung in Aussicht. "Das ging alles relativ schnell. Ich muss mir jetzt erstmal Gedanken machen, und dann setzen wir uns zusammen", erklärt Rogawska, der betont: "Ich bin bereits sehr lange in Düsseldorf tätig, aber ich werde mich auch mit anderen Angeboten beschäftigen."
Das heißt im Klartext, dass sich der Däne auch ein Engagement in der Bundesliga vorstellen könnte. Nebenbei steht aber auch noch die Rückrunde mit der HSG an, die ihm wohl alles abverlangen wird.
Ein eigentliches Ziel gibt es nicht mehr, der Abstieg ist so gut wie besiegelt, Führungsspieler werden das Team wohl vorzeitig verlassen. Wie bereitet sich das Team also auf die kommenden Wochen und Monate vor? "Gute Frage. Ich habe das selbst noch nicht erlebt – es ist Neuland für mich. Auch wenn es sich plump anhört, wir müssen einfach so weitermachen wie zuvor."
Plump vielleicht, vernünftig ja, einfach aber keineswegs. Man kann also sagen, dass Rogawska nach mehr als einem Jahrzehnt Handball in Deutschland wohl seine schwierigste Phase meistern muss. Wichtig ist ihm aber vor allen Dingen eines: "Ich möchte es sauber zu Ende bringen."
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