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Handball: Stephan stimmt HSG ein

VON GEORG AMEND - zuletzt aktualisiert: 28.09.2010 - 10:49

Mittwoch um 20 Uhr empfängt der Tabellenzweite der zweiten Handball-Bundesliga den neuen Spitzenreiter Hüttenberg zum Top-Spiel. Die Hausherren müssen noch die 24:34-Klatsche vom Samstag in Eisenach verarbeiten.

"In den vergangenen Tagen haben wir den Finger auch bewusst in die Wunde gelegt", sagt Sportdirektor Daniel Stephan.  Foto: RP, Andreas Bretz
"In den vergangenen Tagen haben wir den Finger auch bewusst in die Wunde gelegt", sagt Sportdirektor Daniel Stephan. Foto: RP, Andreas Bretz

Die Tabelle der zweiten Handball-Bundesliga weist die Paarung HSG gegen TV Hüttenberg als absolutes Top-Spiel aus: Der ungeschlagene Spitzenreiter aus Hessen gastiert morgen um 20 Uhr im Burg-Wächter-Castello beim Tabellenzweiten, der am Samstag in Eisenach am fünften Spieltag erstmals bezwungen wurde. Und das gleich richtig: Beim 24:34 holten sich die Düsseldorfer eine regelrechte Klatsche in Thüringen ab. Daher ist die Partie morgen gegen Hüttenberg nicht nur einfach das Spitzenspiel der Liga, sondern vor allem "die Chance zur Rehabilitation", wie HSG-Sportdirektor Daniel Stephan deutlich macht.

Damit soll der sportliche Reiz der Begegnung keineswegs geschmälert werden, doch durch das Selbstverständnis des Bundesliga-Absteigers HSG rückt die Aufgabe "Rehabilitation" in den Vordergrund. "Jede Mannschaft geht unbefangen in ein Spiel gegen uns, weil Düsseldorf einen Namen in der Handball-Szene hat – das ist das Los eines Bundesliga-Absteigers", sagt Stephan und ergänzt: "Wenn man so eine Niederlage wie wir bekommt, muss man wieder aufstehen. Dass es gleich mit zehn Toren Differenz passiert, ist natürlich der Hammer. Aber mir ist lieber, einen großen Dämpfer zu bekommen, als immer Spiele mit zwei, drei Toren zu verlieren. Nichtsdestotrotz sind wir im Normalfall diejenigen, die über Sieg oder Niederlage bestimmen." Basta – möchte man hinzufügen.

Info
HSG zur Fortuna

Ausflug Gestern Abend waren die Zweitliga-Handballer der HSG komplett zu Gast in der Esprit-Arena und sahen sich dort das Spiel der zweiten Fußball-Bundesliga zwischen Fortuna und dem VfL Bochum an.
Einladung Zu diesem Ausflug waren die Handballer von einem ihrer Sponsoren, Frankenheim, eingeladen worden.

Dass es in Eisenach der Gegner war, der die HSG dominierte (Stephan: "Wir hatten da keine Chance"), lag laut Sportdirektor eher am eigenen Unvermögen als am Kontrahenten: "Wenn jeder Spieler mindestens drei Fehler macht, kommen solche Ergebnisse zustande", analysiert Stephan, der hofft, dass "das eine Eintagsfliege war, die nicht mehr wiederkommt".

Daher fordert der 37-Jährige, die Fehler zu minimieren – eine Aufgabe, an der Trainer Ronny Rogawska mit seinem Team feilen muss. Daher gab es bereits gestern Morgen ein erstes Training (Stephan: "Das war kein Straftraining, sondern geplant") und abends ein weiteres. "Die Stimmung war natürlich leise", berichtet Rogawska. "Das ist auch normal, wenn man so eine Packung kriegt. Aber die Mannschaft ist selbstkritisch. Es ist sehr positiv, wie sie das aufarbeitet. Wir haben viele erfahrene Spieler, für die diese Situation nichts Neues ist." Obwohl es die erste Saisonniederlage war. Rogawska: "Wir haben immer gesagt, dass wir irgendwann verlieren werden. Es kommt aber auf das Auftreten an." Und das war in Eisenach katastrophal. Stephan: "Ronny stellt die Mannschaft immer gut ein, doch alles ist Makulatur, wenn die Mannschaft so viele Fehler macht. Aber wir müssen jetzt den Schlenker zu Hüttenberg kriegen. Wir können die Tabellensituation wieder gerade rücken", erklärt Stephan. Auch dieser Satz sagt einiges über das Selbstverständnis des Bundesliga-Absteigers aus.

Quelle: RP

 
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