Tischtennis: In Bestbesetzung gegen Fulda
VON TINO HERMANNS - zuletzt aktualisiert: 25.04.2008 - 10:39Vor dem Halbfinal-Hinspiel in der Deutschen Tischtennis Liga gegen den Viertplatzierten ist die Borussia in Top-Form. Nur Jun Mizutani ist ein kleiner Problemfall - der Japaner leidet unter Heimweh.
Die Eishockeyspieler rasieren sich während der Play-offs nicht. Allein daran kann man erkennen, dass die wichtigste Phase der Saison angebrochen ist. Einige Tischtennisspieler folgen dieser Marotte. So ließ in den Play-offs der vergangenen Saison Borussias Nummer zwei, Christian Süß, die rötlichen Stoppeln im Gesicht stehen.
Aber nicht alle Akteure hängen dem Aberglauben an, dass die Schonung von Rasierklingen zum Erfolg verhilft. Also werden beim Halbfinal-Hinspiel der Deutschen Tischtennis-Liga (DTTL) zwischen den Düsseldorfer Borussen und dem TTC Fulda-Maberzell einige Düsseldorfer glatt rasiert, andere mit Mehr-Tage-Bart an der Platte stehen.
Nur Jun Mizutani muss sich keine Gedanken über seinen Antlitzzustand machen. Beim 19-Jährigen Japaner sprießt es eben noch nicht so richtig. Borussen-Coach Dirk Wagner ist es derweil egal, ob seine Jungs mit oder ohne Stoppeln spielen.
Für ihn zählt einzig und allein die Leistung, und die soll in Fulda vom Allerfeinsten sein. „Die Voraussetzungen waren so, wie man es sich vor den Play-offs wünscht. Eigentlich müssten wir unsere besten Spiele machen“, sagt Wagner. Mit anderen Worten: Timo Boll, Süß, Petr Korbbel, Dimitrij Ovtcharov und Mizutani sind alle gesund, haben die ganze Woche über im Tischtennis-Leistungszentrum am Staufenplatz trainiert, sind fit und erfolgshungrig.
Besonders Deutschlands Bester ist heiß. „Ich bin auch nach Düsseldorf gekommen, um endlich einmal Mannschaftsmeister zu werden. Denn dieser Titel fehlt mir noch in meiner Sammlung. Da ist doch klar, dass es langsam kribbelt“, meint Timo Boll.
Im Training verschwendet er keinen Gedanken mehr an seine Leidenszeit am Jahresanfang, als ihn eine hartnäckige Patellasehnenentzündung lahm legte. „Timo wird schneller und schneller, die Belastungen im Training steigen zusehends“, freut sich der Coach. Und in Fulda braucht man Borussen in Top-Verfassung.
Beim TTC stehen in Jan Ove Waldner und Jörgen Persson zwei Spieler aus der ganz erfolgreichen schwedischen Garde unter Vertrag. Sie sind zwar schon 42 Jahre alt, aber immer noch talentiert im Umgang mit dem Schläger. „Sie können zwar nicht mehr jeden Tag Top-Leistungen abrufen, aber ab und zu sind sie noch richtig gut“, meint Wagner.
Und der Bulgare Feng Zhe und Jörg Schlichter sind auch gestandene Bundesligaspieler. Ob da der heimwehgeplagte Mizutani für die Borussia aufläuft, ist fraglich. Aber die anderen Borussen werden sich gegen die Ex-Olympiasieger, Welt- und Europameister aus Fulda voll reinhängen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum





