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Football: Kein Feuer im Fire-Angriff

VON HANS STOLLE - zuletzt aktualisiert: 30.04.2007 - 09:00

Mit seiner ehrlichen Stellungnahme brachte Rhein Fires Geschäftsführer Sammy Schmale die schwache Leistung der Football-Profis beim 6:14 gegen die Centurions Köln auf den Punkt.

Am Sonntag wurde Rhein Fire in der LTU-Arena offiziell aufgelöst.  Foto: rpo, Mark Keppler
Am Sonntag wurde Rhein Fire in der LTU-Arena offiziell aufgelöst. Foto: rpo, Mark Keppler

Der Mann des Tages am Samstag bei Rhein Fire heißt Sammy Schmale; er ist der Geschäftsführer oder auch General Manager genannt des Football-Unternehmens Rhein Fire. Er hatte seinen kurzen, aber bemerkenswerten Auftritt gegen 22.30 Uhr, als die Ereignisse der Veranstaltung fast schon abgehakt waren. Nicht zum ersten Mal in den vergangenen Jahren sprach Schmale dabei große Worte ruhig, gelassen aus. Sein Statement ist in der Liga darum so außergewöhnlich, weil es so objektiv kritisch ist und zudem nicht hinter vorgehaltener Hand im internen Kreis geschah, sondern im Rahmen der Pressekonferenz vor vielen Zuhörern nach der 6:14-Heimniederlage von Fire im Duell mit dem Rheinnachbarn Centurions Köln.

Nicht nur für Schmale war dies ein „verdienter Kölner Sieg“. Er wies aber schon darauf hin, dass die Partie in der spannenden Endphase noch hätte kippen können. „Ich möchte mich bei unseren treuen Fans bedanken, die bis zum Schluss dageblieben sind.“ Und dann kam sein Satz des Tages, vielleicht der der gesamten Saison, weil eben eine solche ehrliche Deutlichkeit in der Liga in der Regel ein Tabu ist. Schmale wörtlich: „Es war ein Fan-unfreundlicher Football auf beiden Seiten, den wir aber nicht beeinflussen können!“ Treffender, kerniger hätte wohl niemand das vorherige Geschehen auf dem Rasen der LTU-Arena zusammenfassen können. „Über das Spiel können wir uns nicht freuen und nicht zufrieden sein. Aber noch ist nichts verloren. Das Team besitzt das Talent, eine Leistungssteigerung zu erfahren“, fügte der Geschäftsführer hinzu.

Keine Frage, in der Offense, die ja die zum Sieg notwendigen Punkte erzielen soll, läuft es nach wie vor noch nicht rund. In den ersten drei Partien dieses Jahres wurde erst ein Touchdown erzielt. Deutlicher lässt sich dieses Manko im Angriff nicht dokumentieren. Einer der Lichtblicke im Fire-Team 2007 ist auf jeden Fall Kicker Connor Hughes, der von den Pittsburgh Steelers an die NFL Europa ausgeliehen wurde und hier schon „Mister Hundertprozent“ genannt wird. Er leistete sich noch keinen Fehlschuss und traf auch am Samstag gegen Köln, und zwar im ersten Viertel per Fieldgoal aus der Distanz von 29 Yards zur 3:0-Führung sowie im dritten Durchgang von 37 Yards zum 6:7.

Fires neuer Headcoach Rick Lantz war später „sehr enttäuscht“ und bemerkte zurecht, dass es die Defense-Reihen beider Teams dem gegnerischen Angriff schwer gemacht hätten. Eine Antwort darauf, warum es im Angriff noch so schwach läuft, hatte auch der erfahrene Fachmann nicht parat.

Quelle: RP

 
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