Basketball: Magics am Ende ohne Glück
VON MARK KÜHN - zuletzt aktualisiert: 05.11.2007 - 09:22Eine Vier-Punkte-Führung reichte dem Basketball-Zweitligisten nicht zum Sieg beim TSV Nördlingen. Der neue Trainer Markus Zilch musste seine niedergeschlagenen Spieler hinterher wieder aufrichten.
In der engen Schlussphase ihrer Partie beim TSV Nördlingen gaben die Magics am Samstagabend wieder einmal kein gutes Bild ab. Eine Vierpunkte-Führung eine Minute vor Schluss konnte der Basketball-Zweitligist nicht zum dringend benötigten Erfolgserlebnis nutzen. Mit einer knappen 76:77-Niederlage vor 1600 Zuschauern im Gepäck traten die Düsseldorfer frustriert die weite Heimreise an. Auch der neue Trainer Markus Zilch konnte aus den vielen Individualisten in der kurzen Zeit noch keine echte Einheit formen.
Dass die Düsseldorfer auch im Schwabenländle verloren, hatte diesmal auch ein wenig mit Pech zu tun. Als die Magics in der Schlussminute gute Aussichten hatten, die Halle als Sieger zu verlassen, verwandelte Nördlingens Waldemar Buchmiller einen Dreipunktewurf. „Der war verdammt schwer zu nehmen, denn er war von uns gut verteidigt“, ärgerte sich Zilch. Nach Buchmillers Treffer, der die Halle zum Brodeln brachte, leistete sich der schwache Flügelspieler Keonta Howell einen Fehlpass. Lashon Sheffield konnte das Blatt mit seinen verwandelten Freiwürfen so noch zugunsten der Schwaben wenden. Die allerletzte Chance für die Magics, doch noch zu Punkten zu kommen, vergab dann Gregory Burks kurz vor der Schlusssirene.
„Das wäre eine gute Gelegenheit gewesen, mit einem Sieg Selbstvertrauen zu tanken“, meinte Zilch, der seine niedergeschlagenen Schützlinge erst einmal wieder aufbauen musste. Nach einer relativ schwachen ersten Halbzeit, in der die Magics zwischenzeitlich mit elf Punkten ins Hintertreffen gerieten, gelang dem Team nach der Pause eine deutliche Steigerung. Die Defensivarbeit klappte nun besser. In der zweiten Hälfte ließ die Mannschaft nur noch 30 Punkte zu.
Der neue Übungsleiter Zilch vermied es nach der Partie zwar, offene Kritik an seinem Vorgänger Robert Shepherd zu äußern, seine deutlichen Worte sind aber nur schwer anders zu deuten: „Die Mannschaft ist konditionell nicht fit, und es gibt große Defizite im taktischen Bereich. In dieser Phase der Saison müsste die Mannschaft viel weiter sein.“ Immerhin war der Neue mit dem Einsatz seiner Schützlinge hochzufrieden. „Die Jungs haben versucht, bis zum Ende zu fighten. Aber wenn die Kraft fehlt, dann lässt auch die Konzentration nach“, stellte Zilch klar. Drei bis vier Spiele noch, dann soll die Mannschaft soweit sein, seine Vorstellungen halbwegs umsetzen zu können.
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