Football: Panther – es fehlen die Importe
VON HANS STOLLE - zuletzt aktualisiert: 15.09.2009 - 07:23Die Panther werden auch in der neuen Saison in der 2. Football-Bundesliga, Gruppe Nord, starten. Der älteste noch existierende europäische Verein dieses Sports, der mit sechs Deutschen Meisterschaften auch lange Zeit Rekordtitelträger hierzulande war, bleibt zweitklassig.
"Unser Gruppe ist interessant und ausgeglichen. Wir haben am Saisonende als Tabellenfünfter nur vier Punkte weniger als der Erstliga-Aufsteiger Berlin Rebels. So unzufrieden kann ich da nicht sein", betont Headcoach Martin Hanselmann, der das Team seit zwei Spielzeiten betreut und auch eine dritte Saison bleiben wird.
"Unsere Mannschaft hat gut gespielt, und wir haben eine sehr hohe Trainings-Beteiligung", fügt der 46-Jährige hinzu, der regelmäßig für seinen Job bei den Panthern zwischen seiner fränkischen Heimatstadt Rothenburg ob der Tauber und Düsseldorf pendelt (rund 400 Kilometer). Hanselmann, der auch schon als Cheftrainer der Nationalmannschaft tätig war, wird diese Fahrten weiter auf sich nehmen. Obwohl die Panther – bei realistischer Betrachtung – die höchste Klasse, die German Football League (GFL), so schnell wohl nicht erreichen werden.
Bei seinem Dienstantritt vor zwei Jahren wurden für Hanselmann von den Vereins-Verantwortlichen die Ziele klar formuliert: Aufstieg in die GFL, und das mit einem deutschen Konzept. "Jetzt sollte man hier eine Analyse betreiben; das Konzept neu diskutieren und überdenken, denn es ist nicht aufgegangen", meint der Coach. Der Knackpunkt für das Misslingen ist kein Geheimnis: "Wir verlieren die entscheidenden Partien gegen die Teams mit Import-Spielern. Diese Import-Footballer sind der entscheidende Aspekt." Im Klartext: Ohne ausländische Hilfe – in der Regel aus den USA – reicht es im deutschen Football nicht für einen Platz im Spitzenfeld, für einen Start in der GFL. Und dafür sind entsprechende Finanzen vonnöten.
"Wir haben uns in dieser Zeit mit mir auf den Schlüsselpositionen nicht wesentlich verbessert", urteilt der Coach und denkt dabei an den Linebacker in der Defensive sowie an den Quarterback und den Wide Receiver im Angriff. Sehr erfreulich ist dagegen das Engagement von Runningback Steve Coles zu sehen, ein Nationalspieler aus England, der bei den Panthern bleiben wird. "Er ist eine absolute Verbesserung für uns", betont Hanselmann.
Der Trainer kalkuliert damit, dass ein Budget in Höhe von rund 60 000 Euro für drei neue Import-Spieler pro Saison erforderlich wäre. Geld, das die Panther natürlich nicht haben. Das weiß der Trainer: "Es fehlen Sponsoren." Hanselmann wird unbeirrt engagiert in Düsseldorf weiter arbeiten – auch mit dem deutschen Konzept und der daraus folgenden Aussicht, dass die Panther so bald nicht wieder erstklassig werden: "Der Verein muss entscheiden, was er will."
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