Pferdesport: Preis der Diana lockt
VON FELIX OHMES - zuletzt aktualisiert: 02.08.2008 - 12:19Mehr als 20000 Besucher werden am Sonntag zum 150. „Preis der Diana“ auf der Rennbahn Grafenberg erwartet. Das Traditionsrennen zählt zu den Höhepunkten im Kalender der deutschen Galoppsport-Szene.
Noch wenige Stunden, dann ist es so weit: Der „Preis der Diana“ feiert morgen auf der Düsseldorfer Rennbahn Grafenberg sein 150. Jubiläum. Das international renommierte Traditionsrennen zählt zu den Höhepunkten im Kalender der deutschen Galoppsport- Szene. Mit insgesamt 646000 Euro ist es das höchstdotierte Stutenrennen aller Zeiten.
Seit Monaten haben sich der Düsseldorfer Reiter- und Rennverein und Sponsor Henkel auf diesen Tag vorbereitet. Jetzt, kurz vor dem Rennstart, laufen die letzten Vorbereitungen auf Hochtouren. Denn morgen muss alles perfekt sein: „Wenn Sie allein den Wert der Pferde bei einem solchen Rennen addieren, stellen Sie fest, dass da Millionen über die Bahn galoppieren“, sagt Rennbahn-Geschäftsführer Bernd Koenemann. Die Rennbahn muss daher auch ganz bestimmte Standards erfüllen: Der Rasen darf eine Höhe von zwölf Zentimetern nicht überschreiten, er darf nicht zu trocken und nicht zu nass sein, und der Boden (das „Geläuf“) darf nicht zu weich und nicht zu hart sein.
In den vergangenen Wochen und Monaten mussten die Mitarbeiter des Düsseldorfer Reiter- und Rennvereins Sponsoren werben und betreuen und den Ticketverkauf organisieren. Und allein für morgen wurden mehr als 100 Aushilfen eingestellt. „Bei so einem großen Event gibt es natürlich auch sehr viel zu tun“, erklärt Bernd Koenemann.
Erwartet werden mehr als 20000 Besucher - darunter auch wieder zahlreiche Prominente. Im vergangenen Jahr kamen unter anderem Veronica Ferres, Marie-Luise Marjan und Ilja Richter. Wer dieses Mal dabei sein wird, wollten die Organisatoren allerdings noch nicht verraten. Sicher ist aber, dass es wieder neben den Rennen viele Attraktionen geben wird. Unter anderem wird das Peter-Weisheit-Orchester gemeinsam mit fünf Waldhornisten der Rheinischen Symphoniker die deutsche Nationalhymne im Jäger-Sound spielen. Das Arrangement hat Peter Weisheit extra für diesen Tag geschrieben.
Zum dritten Mal findet der „Preis der Diana“ inzwischen in Düsseldorf statt. Ab 12.30 Uhr heißt es morgen wieder: Auf die Pferde, fertig, los! Über eine Distanz von 2200Metern werden die Jockeys ihre dreijährigen Stuten reiten. Dem Sieger winkt ein Preisgeld von 230000 Euro. Doch das ist nicht alles: Der „Preis der Diana“ zählt zudem zu den wertvollsten deutschen klassischen Zuchtprüfungen. „Der Zuchtwert einer Stute, die dieses Rennen gewinnt, steigt immens“, sagt Rennbahnchef Koenemann.
Wer seine Stute nicht rechtzeitig zum 19. Juli 2007 angemeldet hat, hatte dazu noch am vergangenen Montag die Möglichkeit. Und trotz des „Verspätungszuschlags“ von 40000 Euro (anstatt der normalen Startgebühr von 6000 Euro) werden die Stuten Baila Me und Lady Marian aus Mülheim über eine Nachnominierung an den Start gehen.
Ob sich die Investition gelohnt hat, wird sich in wenigen Stunden zeigen.
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