Tennis: Rochusclub enttäuscht beim 1:5 gegen Aachen
zuletzt aktualisiert: 21.07.2008Rochusclub-Teamchef Detlev Irmler ist frustriert. „Wir haben Kacke am Schuh gehabt und sind auch noch in den nächsten Scheißhaufen rein getreten“, formulierte Irmler drastisch nach der deutlichen 1:5-Niederlage seiner Mannschaft in der Tennis-Bundesliga gegen den TK Kurhaus Lambertz Aachen.
Damit können die Düsseldorfer erneut den Meistertitel abschreiben. Es sind zwar noch vier Spieltage zu absolvieren, aber mit jetzt 5:5 Punkten ist der Rochusclub Tabellenfünfter, Aachen weiterhin verlustpunktfrei Spitzenreiter.
Von der Papierform her waren die Grafenberger erneut favorisiert. Drei der vier Düsseldorfer Einzelspieler sind in der Weltrangliste höher platziert als ihre Aachener Kontrahenten. Aber alle schlechter platzierten gewannen ihr Match. Für den Rochusclub sprang lediglich durch Evgeny Korolev auf Position zwei spielend ein Sieg heraus.
Der 20-jährige Russe bezwang den Wimbledon-Halbfinalisten Rainer Schüttler. Daraufhin nahm Irmler den Sieger herzlich in die Arme. Martin Vasallo Arguello und Sergio Roitman hingegen hätte der Teamchef am liebsten eine Ohrfeige versetzt. Beide gingen als Verlierer vom Platz. Roitman verspielte im ersten Satz eine 5:4-Führung bei eigenem Aufschlag; Vassallo-Arguello nutzte 17 Breakbälle nicht.
„Das ist, glaube ich, ein neuer Rekord“, kommentierte der Teamchef sarkastisch. Um Irmlers „Glück“ perfekt zu machen, verspielte Fabrice Santoro gegen Jiri Vanek auch noch eine 7:3-Führung im Champions-Tiebreak. „Fabrice konnte kaum noch gehen. Der Jetlag hat ihn voll erwischt. Er hat in den letzten drei Tagen maximal vier Stunden geschlafen“, so Irmler.
Dennoch stellte der Teamchef den Franzosen im ersten Doppel auf. „Unser Physiotherapeut hat ihn nicht wieder fit gekriegt. Wir hatten mit einer längeren Regenunterbrechung gerechnet“, so Irmler. Dass auch Roitman nicht mehr zum Doppel antrat, rundete das Unglück noch ab.
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