Tennis: Rochusclub - „Gauchos“ in der Bundesliga
VON TINO HERMANNS - zuletzt aktualisiert: 21.03.2007 - 09:01Spanisch bleibt weiter die dominierende Sprache im Tennis-Bundesligateam des Rochusclubs. In diesem Jahr jedoch mit einem stark südamerikanischen Einschlag. Teamchef Detlev Irmler setzt verstärkt auf Profis mit argentinischem Pass.
Juan Monaco (Weltranglistenplatz 54) blieb den Grafenbergern erhalten, Martin Vasallo Arguello (62), Sergio Roitman (73) und Juan Pablo Guzman (125) sind neu im Team. Dazu kommt noch der Peruaner Luis Horna (70) und der Spanier Albert Portas (132).
„Sie sprechen die gleiche Sprache, haben dieselbe Mentalität. Ich wollte den Stamm des Teams geschlossen halten“, erläutert Irmler. Zum Glück besitzen Arguello, der vom Liga-Konkurrenten TK Kurhaus Aachen auf den Grafenberg wechselt, und Roitman (kommt aus Nürnberg) auch italienische Pässe. Horna kann eine spanische Staatsangehörigkeit vorweisen. Damit können die „Gauchos“ gemeinsam eingesetzt werden. Bisher darf in der Tennis-Bundesliga pro Spieltag nur ein Nicht-EU-Ausländer eingesetzt werden.
Nach den Verpflichtungen des Russen Mikhail Youzhny (17), des Belgiers Christophe Rochus (129) und des Deutschen Mischa Zverev (143) sowie der Weiterverpflichtung des „Playing Captains“ Tomas Behrend (298) und Nachwuchsmann Max Scheiter nimmt das Rochusclub-Team für die am 6. Juli beginnende Saison Konturen an. „Ich habe aber noch zwei Joker in der Tasche“, erläutert Irmler.
Dem Teamchef fällt die Rundum-Erneuerung seiner Mannschaft nicht leicht. „Es ist ein Problem im Profisport, dass die menschliche Komponente unter den Tisch fällt. Wenn man den Erfolg will, muss man auf langjährige und verlässliche Spieler verzichten. Ein zweiter oder dritter Platz zählt nichts mehr“, sagt Irmler.
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