Tennis: Rochusclub hofft auf Sonne
VON TINO HERMANNS - zuletzt aktualisiert: 03.08.2007 - 08:52Der Blick gen Himmel bringt Detlev Irmler nicht aus der Ruhe. Der Teamchef des Tennis-Bundesligisten Rochusclub befasst sich gar nicht damit, heute beim Meisterschaftsspiel gegen den 1. FC Nürnberg in die Halle ausweichen zu müssen.
An den vergangenen Spieltag, als das favorisierte Team vom Rochusclub in der Halle eine unerwartete Niederlage gegen Krefeld hinnehmen musste, erinnert sich der Teamchef nur ungern. „Es wird nicht regnen. Da mache ich mir keine Sorgen“ - so Irmlers Wettervorhersage für heute. Im Rochusclub ist der 1.FC Nürnberg zu Gast. Noch sieglos liegen die Franken auf dem vorletzten Tabellenplatz. Mit Spitzenspieler Florian Mayer rechnet Irmler nicht als Gegner. Der deutsche Davis-Cup-Spieler hat im polnischen Sopot das Viertelfinale erreicht, und das wird erst heute gespielt. Aber es ist sowieso nicht Irmlers Ding, sich nach dem Gegner zu richten. „Ich gucke nicht nach den anderen, sondern schaue auf uns. Wenn wir gut aufgestellt sind, sind wir nur schwer zu schlagen“, sagt der Teamchef.
Und dass der Rochusclub gut aufgestellt ist, dafür trägt Irmler Sorge. Für den Endspurt um die Meisterschaft werden beim Rochusclub die Ärmel hochgekrempelt. Auf Platz vier der Tabelle will niemand im Rochusclub bleiben. Für die Partie holte Irmler Sergio Roitman (Weltranglisten-67.), Luis Horna (89), Lukas Dlouhy (123), Christophe Rochus (170) und den Doppelspezialisten Tomas Behrend (Doppel-55).
Roitman hat sich inzwischen zum Herz des Rochusclubs-Teams aufgeschwungen - und zum Publikumsliebling. Nicht nur, dass der Argentinier sportliche Glanzlichter setzte, sondern er ist bereits ein „echter“ Düsseldorfer. „Er setzt sich dermaßen für den Rochusclub ein, das ist unglaublich. Er kommuniziert ständig mit mir, egal auf welchem Turnier er spielt“, freut sich Irmler. Bei Horna bedurfte es etwas mehr Überzeugungsarbeit, den Peruaner in Düsseldorf zu halten. Eigentlich wollte er zur Turnierserie nach Übersee fliegen. „Ich habe ihm aber die Zusage abgerungen, dass er bis zum Spiel gegen Mannheim bei uns bleibt“, erläutert der Teamchef. Lukas Dlouhy brennt auf Wiedergutmachung. Der Tscheche kostete mit seinem Schwächeanfall beim Spiel in Aachen die Düsseldorfer einen Punkt.
Und Rochus? „Er hat einen guten Eindruck hinterlassen und spielt Tennis in technisch feinster Form. Ich bin sehr von ihm angetan“, meint Irmler. Da kann gegen Nürnberg eigentlich nichts mehr schief gehen. Es sei denn, es regnet.
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