Tennis: Rochusclub nach 3:3 in Halle tief enttäuscht
VON TINO HERMANNS - zuletzt aktualisiert: 06.08.2007 - 08:47Die Beziehung zwischen dem Rochusclub und Alexander Waske bleibt gespannt. Im vergangenen Jahr war der deutsche Davis Cup-Spieler mit zwei Siegen entscheidend an der Niederlage der Düsseldorfer im Tennis-Bundesligaspiel gegen den TC Blau Weiß Halle beteiligt. Gestern machte Waske wieder zwei Punkte, gewann sein Einzel und seine Spezialdisziplin Doppel und war damit erneut Zünglein an der Waage. So sprang für den Rochusclub lediglich ein 3:3-Unentschieden beim amtierenden Deutschen Mannschaftsmeister heraus.
„Wir sind alle sehr enttäuscht, nachdem wir nach den Einzeln schon 3:1 geführt hatten. Waske war sehr dominant und hat exzellent aufgeschlagen“, ärgerte sich Rochusclub-Teamchef Detlev Irmler. Mit dem Punktverlust hat die Irmler-Truppe die Chance, die Meisterschaft aus eigener Kraft zu erspielen, aus der Hand gegeben. Jetzt helfen nur noch zwei Siege über Mannheim und Erfurt. Zudem müssen die Mannheimer am letzten Spieltag Schützenhilfe in ihrer Partie gegen Halle leisten.
In den Einzeln lief für den Rochusclub bei den Blau-Weißen vieles überplanmäßig. Mit den Erfolgen von Sergio Roitman über Marc Gicquel und Martin Vassallo Arguello über Andrei Pavel war nicht unbedingt zu rechnen. „Sergio und Martin haben wieder einmal unglaubliches Tennis gespielt“, lobte der Teamchef. Dafür hatte er die Punkte von Luis Horna gegen Werner Eschauer und Lukas Dlouhy gegen Waske fest eingeplant. Horna lieferte erwartungsgemäß seinen „Pflichtsieg“ ab, aber Dlouhy patzte. „Und dabei hatte er noch vollmundig angekündigt, dass er aufhört, Tennis zu spielen, wenn er das Match gegen Waske nicht gewinnt. Er ist ein Riesentalent, aber das ist amateurhaft“, erläuterte Irmler. Auf dem Platz zeigte sich, dass der 24-jährige Tscheche noch zu unreif ist, um in solch harten Begegnungen seinen Mann zu stehen.
Immerhin einen Zähler hatte der Rochusclub beim amtierenden Meister schon erkämpft. Einer fehlte noch zum Sieg. Also packte Irmler Horna, den Doppelsieger des Turniers in Kitzbühel, und Dlouhy, den Doppel-Finalisten der French Open, zusammen. Aber der Teamchef verrechnete sich. Gicquel und Pavel erwiesen sich als die stärkere Paarung. Zwar wendete sich besonders im zweiten Satz bei einigen Netzrollern das Glück gegen die Düsseldorfer, doch „das Glück ist bei denen, die mehr beißen, die mehr für den Sieg tun“, so Detlev Irmler.
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