Tennis: Rochusclub nach 6:0 Erster
VON TINO HERMANNS - zuletzt aktualisiert: 23.07.2007 - 09:55Sergio Roitman umläuft seine Rückhand und donnert mit seinem Paradeschlag, der Vorhand, die gelbe Filzkugel mit viel Druck in die äußerste rechte Ecke des Tenniscourts. Roitmans Gegner Marcell Granollers Pujol flitzt verzweifelt über den Platz, kann den Ball aber nicht mehr erreichen.
Mit diesem Schlag gelingt dem Rochusclub-Akteur Roitman das Break zum 2:1 im zweiten Satz. Die Vorentscheidung ist gefallen. Granollers-Pujol, der für den TC Blau-Weiss Asics Neuss spielt, ist hoffnungslos überfordert. Meist bleibt ihm nichts anderes übrig, als drei, vier Meter hinter der Grundlinie den Ball so lange wie möglich im Spiel zu halten. Eigene Akzente kann der Ex-Düsseldorfer gegen den Neu-Düsseldorfer nicht setzen. Mit 6:3 und 6:2 gewinnt Roitmann das Match in der Tennis-Bundesligapartie des Rochusclubs gegen Neuss und macht den vierten Einzelpunkt.
Die Grafenberger stehen bereits als Sieger fest, aber sie wollen mehr. Und sie bekommen mehr. Nach den Doppeln steht ein makelloses 6:0 für den Rochusclub in der Statistik. „Das Ergebnis entspricht meinen geheimsten Wünschen. Das ist für uns ein wichtiger Zwischenschritt. Am Ende wird diejenige Mannschaft Meister, die die meisten Matches gewonnen hat“, meint Rochusclub-Teamchef Detlev Irmler. Mit dem Kantersieg stehen die Düsseldorfer erstmals in dieser Saison an der Tabellenspitze.
Allerdings mussten die Grafenberger vor 4800 Zuschauern einige Male das Glück strapazieren, um so deutlich zu gewinnen. Im ersten Doppel beispielsweise brauchten Roitman und sein Partner Albert Portas die gütige Mithilfe der Netzkante, um im Match-Tiebreak gegen Granollers-Pujol und Stephane Bohli die Oberhand zu behalten. Nachdem der dritte Ball für die Neusser unerreichbar ins Feld getropft war, dankte Roitman dem „Tennisgott“ im Himmel mit einer Kusshand. Am Ende sicherten sich die Düsseldorfer mit 10:8 das Match.
Die Neusser hatten den Rhein nicht mit ihrer stärksten Besetzung überqueren können. „Blau-Weiss ist in genau der gleichen Situation wie wir. Die Topleute wollen sich alle auf die Höhenlage von Kitzbühl einstellen, wo das nächste Grand- Prix-Turnier stattfindet. Da fliegen die Bälle weiter und man braucht etwas Zeit, sich daran zu gewöhnen“, erläutert Irmler. Der Rochusclub war automatisch in die Favoritenrolle gedrängt. Konzentriert und motiviert wurden die Irmler-Schützlinge dieser Rolle gerecht. Nur Rochusclub-Urgestein Albert Portas musste im ersten Satz gegen Philipp Petzschner um den Erfolg bangen. Doch Portas bewies im Tiebreak Nervenstärke und siegte letztlich deutlich.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum





