Tennis: Rochusclub startet gegen Solingen in die Saison
VON TINO HERMANNS - zuletzt aktualisiert: 06.07.2007 - 08:44Per SMS sagte Fabrice Santoro seine Mitwirkung am ersten Spieltag der Tennis-Bundesligas-aison 2007 ab. Eigentlich war der Franzose für die Begegnung Rochusclub - TC Solingen (heute ab 13 Uhr, Rolanderweg) eingeplant. Aber wegen der regenbedingten Verzögerungen im Spielplan der All England Championships im englischen Wimbledon musste Santoro für den Dienst im Rochusclub absagen. Er ist auf dem „heiligen Rasen“ noch im Doppel und Mixed beschäftigt.
„Ich werde niemals einen Spieler aus einem Turnier der ATP raus kaufen. Es ist klar, dass die internationale Tour Vorrang hat“, erklärt Rochusclub-Teamchef Detlev Irmler. Der Verzicht auf Santoro fällt Irmler auch nicht ganz so schwer. Zum Saisonauftakt kommt nämlich der Aufsteiger und designierte Absteiger aus der Klingenstadt an den Rolander Weg. Spitzenspieler ist Gero Kretschmer. Zum Meldeschluss für die Bundesliga rangierte er auf Weltranglistenposition 418. Die Nummer 13 im Team des Rochusclubs ist Tomas Behrendt. Er war auf Platz 298 der Weltrangliste notiert. „Wenn wir wegen Regens in die Halle gehen müssen, wird es schwer. Aber wenn wir draußen auf Asche spielen können, sollten wir solide gewinnen“, meint auch der Teamchef. Ihm stehen Juan Monaco (Weltranglistenposition 32), Luis Horna (85), Martin Vasallo-Arguello (89), Albert Portas (177) und Behrend zur Verfügung.
Vasallo-Arguello ist mit seinem Coach schon seit knapp einer Woche in Düsseldorf. Er hat bei Irmler gewohnt und sich im Tenniszentrum des Teamchefs vorbereitet. „Ich verschaffe meinen Jungs eine gute Backstage-Situation. Wir haben keine Söldner, die für eine Handvoll Dollar ihre Gegner abschießen. Bei uns bestehen persönliche Bindungen“, erläutert Irmler. Portas, Behrend, Horna und Monaco trafen gestern in Düsseldorf ein. Skeptisch ist Irmler bei den beiden Letztgenannten. „Sie haben einen 15-stündigen Flug und eine Zeitverschiebung in den Knochen. Sie müssen tough sein, um wenigstens 80 Prozent ihrer Leistungsfähigkeit zu bringen“, sagt Irmler. Dennoch: Bei den gehobenen Ansprüchen des Rochusclubs muss Solingen deutlich geschlagen werden.
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