Tennis: Rochusclub triumphiert überlegen
VON TINO HERMANNS - zuletzt aktualisiert: 13.07.2010 - 07:56Den Gegnern aus Amberg haben die Spieler des Rochusclub am Montag nicht den Hauch einer Chance gelassen. Im Duell in der Tennis-Bundesliga gaben die Düsseldorfer in den sechs Partien keinen Satz ab und feierten den zweiten Sieg im zweiten Spiel.
Fabrice Santoro und Martin Vassallo-Arguello liefen meist mit einem dicken Lächeln im Gesicht über den Centre Court. Den beiden Tennisspielern in Diensten des Rochusclubs machte ihre Arbeit zum Abschluss der Bundesligabegegnung gegen den TC Amberg am Schanzl richtig Spaß. Ein ums andere Mal zauberten sie die Bälle förmlich auf die andere Seite des Netzes. Besonders Santoro bewies, dass er trotz seiner 37 Jahre immer noch über ein außergewöhnliches Ballgefühl verfügt.
Beim 4:0 Zwischenstand nach den Einzeln konnte die französisch-italienische Kombination es auch locker angehen lassen. Der Gesamterfolg des Rochusclub stand fest. Am Ende gewannen die Düsseldorfer deutlich mit 6:0 über die Oberpfälzer. "Das war auch nicht nur deutlich, sondern auch wichtig. Ich habe meinen Jungs gesagt, sie dürfen kein Pardon geben, denn am ende der Saison kann jeder Satz, jedes Spiel von großer Bedeutung sein", erläuterte Rochusclub-Teamchef Detlev Irmler. Mit zwei Siegen nach zwei Spielen und 10:2 Matchpunkten liegt der Rochusclub hinter Blau-Weiß Halle auf Rang zwei. Er selbst sah den Erfolg seiner beiden "Spielertypen" nicht mehr.
Nach den Einzeln setzte sich der Teamchef zusammen mit seiner Nummer drei Juan Ignacio Chela ins Auto und düste zum Turnier nach Stuttgart. Dort stehen mit Jeremy Chardy, Guillermo Garcia-Lopez, Dustin Brown, Andreas Beck, Albert Montanes, Mischa Zverev und Chela alleine sieben Rochusclub-Akteure im Hauptfeld. In der Bundesligapartie gegen Amberg war eigentlich schon vor dem ersten Ballwechsel klar, wer gewinnen wird. Die Bayern kamen ohne ihre vier besten Spieler auf den Grafenberg. Kristof Vliegen hatte sich beim Turnier in Scheveningen verletzt, Jan Hajek stand im tschechischen Davis Cup-Team uns Lukas Rossol spielte das Finale des Turniers in Oberstaufen.
"Die Aufstellung der Amberger war so nicht nur um Geld zu sparen, sondern auch den Umständen geschuldet", meinte Irmler verständnisvoll. Für den Rochusclub war es nur gut, denn die "Amberger Kirmestruppe" wurde nach allen Regeln der Kunst zerlegt. In den vier Einzeln gönnten die Düsseldorfer ihren Kontrahenten nur zwölf Spielgewinne. "Besonders für Martin freut es mich, dass er im Einzel gewonnen hat. Er macht zurzeit auf der Tennistour eine schwere Krise durch. Er hat sich wieder etwas Selbstvertrauen geholt", erklärte Irmler.
Um den 2500 Zuschauern nach den Express-Siegen im Einzel doch noch ein Spektakel zu zeigen, schickte der Teamchef Santoro und Vassallo-Arguello auf den Centre Court. Und dort hatten nicht nur die Spieler, sondern auch die meisten Zuschauer Spaß, wie der immer wieder aufbrandende Szenenapplaus bewies.
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