Boxen: Sieg für Tomala bei Profi-Debüt
VON HANS STOLLE - zuletzt aktualisiert: 07.04.2008 - 09:11Darauf haben die Fans sehr lange warten müssen: Seit Samstagabend gibt’s in Düsseldorf wieder einen erfolgreichen Profi-Boxer. Markus Tomala ist zwar in Polen geboren, aber sonst ein „echter“ Düsseldorfer. Seine Eltern leben in Holthausen; er besuchte die Schule in Benrath und war bereits als Neunjähriger im Sportring Garath als Boxer aktiv. In der Vergangenheit brachte er es auf insgesamt 63 Kämpfe, von denen er 44 gewann. Von 1996 bis ’99 wurde er vier Mal Deutscher Jugendmeister. Der ganz große Wurf, der Sprung aufs Siegertreppchen bei den Senioren, blieb ihm zwar - bis zum Samstag - versagt, dafür erfüllte sich für den heute 24-Jährigen ein Lebenstraum: Anfang dieses Jahres unterschrieb Tomala bei der Universum Boxpromotion in Hamburg einen Drei-Jahres-Vertrag als Profi, mit der Option einer Verlängerung.
Ausgerechnet in seiner Heimat - nur wenige Kilometer von Holthausen entfernt im Burg-Wächter Castello in Reisholz - erlebte Tomala nun „einen der schönsten Tage in meinem Leben“, wie er nach seinem Auftritt glücklich betonte. Denn das war für ihn in der Tat ein besonderes Erlebnis: das Profi-Debüt ausgerechnet in Düsseldorf, und zwar in der Königsklasse des Boxsports, dem Schwergewicht.
Der Holthausener, wie er auch offiziell vorgestellt wurde (1,93 Meter groß und 102 Kilo schwer) traf auf den erfahrenen Ungarn Viktor Szalai, der immerhin vor dem Samstag schon 15 Kämpfe in seinen Fäusten hatte und mit seinen Tätowierungen auf Brust und Arm einen Respekt einflößenden Eindruck machte. Aber offensichtlich nicht auf Tomala. Der ergriff sofort die Initiative. Bereits in der ersten Runde musste der Ungar angezählt werden. Das wiederholte sich im zweiten Durchgang. Und nach dem dritten Niederschlag stand der Düsseldorfer nach insgesamt vier Minuten und sieben Sekunden Kampfzeit als Sieger (technischer K.o.) fest. Danach durfte er viele Hände vor allem aus Holthausen und Garath schütteln. „ Mir wurde gesagt, dass es ein sauberer Kampf war“, meinte Tomala. „Das ist für einen Boxer ganz wichtig.“
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