Kampfsport: Taekwondo-Zentrale Düsseldorf
VON TINO HERMANNS - zuletzt aktualisiert: 18.01.2007Levent Tuncat, amtierender Europameister im Taekwondo (Gewichtsklasse bis 58 kg) steht auf der blauen Matte. Ihm gegenüber der Bundestrainer. Nach ein paar Anweisungen tritt der Duisburger mit dem Spann immer wieder gegen die Schlagpolster, die der Coach ihm hinhält. Nebenan trainieren die Europameisterinnen Pinar Budak (Wuppertal) und Romana Wrobel (Iserlohn). Nicht weit davon entfernt traktieren Nationalmannschaftsmitglied Matthias Gabriel (Essen) und die achtfache Deutsche Meisterin Maade Pitang (Sportwerk) die Sandsäcke.
Die Ansammlung von hochkarätigen Taekwondoka ist für das Sportwerk normal. Zweimal wöchentlich treffen sich die Nationalkaderathleten in den neuen Sportwerk-Räumen an der Volmerswerther Straße, zugleich Landesleistungs- und Bundestützpunkt. „Früher war hier ein Großhandel für Fotobedarf untergebracht“, erklärt der Vereinsvorsitzende und Bundesstützpunktleiter Tayar Tunc. „Nach dem Umbau haben wir als Sportwerk alles getan, unsere Zukunft mittelfristig zu sichern.“
Seit Sommer 2005 ist der Bundesstützpunkt Taekwondo in Düsseldorf beheimatet. Am Anfang jedoch lief es nicht rund. „Wir hatten einige Optionen, die aber alle verworfen wurden. Es gab ein langes Hin und Her, wo der Stützpunkt untergebracht werden sollte. Vom Verband haben wir dafür einige Prügel kassiert. Jetzt aber sind alle glücklich“, freut sich Tunc.
Auch die knapp 40 Bundeskaderathleten aus NRW und die 60 Landeskaderkämpfer, die im Sportwerk optimale Bedingungen vorfinden, sind vom Ambiente angetan. „Nach den ersten Trainingseinheiten kamen schon Anfragen, ob man nicht zum Sportwerk wechseln könnte. Darunter war auch Levent Tuncat“, berichtet Tunc. Der 18-Jährige wäre eine Bereicherung, denn er ist heißer Olympiakandidat. Tunc: „Der schafft die Qualifikation.“ Selbst wenn der Gymnasiast weiter für einen Duisburger Verein starten sollte – die Olympiavorbereitung findet beim Sportwerk statt.
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