Düsseldorf: Vorjahressieger Tuei nimmt am Kö-Lauf teil
VON TINO HERMANNS - zuletzt aktualisiert: 01.09.2010 - 10:01Beim Stadtwerke Kö-Lauf 2009 gewann Hosea Tuei den Zehn-Kilometer-Lauf. Nach 29:01 Minuten überquerte der Kenianer die Ziellinie. Auch in diesem Jahr gehört Tuei zum Favoritenkreis.
Mit seinen Landsleuten Stanley Salil (persönliche Bestleistung 27:42 min.), Daniel Chebili (27:51 min.), Charles Korir (28:24 min.), Charles Maina (28:28 min.) und Shadrack Kemboi (28:31 min.), der auch die Jahresweltbestzeit über die Zehn-Meilen-Distanz hält, hat der Titelverteidiger aber genug Konkurrenz.
"In diesem Jahr haben wir wieder mehr Afrikaner dabei. Auch, weil die deutschen Spitzenläufer fast alle verletzt sind. So hat die Kö-Lauf-Fixstarterin Melanie Kraus Achillessehnenprobleme", erläutert Cheforganisator Jan Winschermann. Auch der Österreicher Günther Weidlinger (28:10 min.) rechnet sich Siegeschancen aus. "Er will nach dem nicht so tollen Marathonlauf bei den Europameisterschaften beweisen, dass er schnell laufen kann", sagt Winschermann.
Auch das Feld der Favoritinnen über die 10 000 Meter Distanz wird von Schwarzafrikanerinnen bestimmt. "Natürlich hätten wir gerne die Kö-Lauf-Siegerin 2009, Sabrina Mockenhaupt, wieder nach Düsseldorf geholt, aber auch sie ist verletzt", berichtet Winschermann. Also werden wohl die Kenianerinnen Joan Aiyabei (31:59 min.), Caroline Chepkwony (32:28 min.), Tabitha Gichia (32:40 min.) und Jane Gakunyi (32:59 min.) den Sieg unter sich ausmachen. Einzig die Polin Karolina Jarzynska (32:44 min.) könnte etwas dagegen haben.
Winschermanns ganz persönliches Highlight ist aber nicht das ganz schnelle Rennen über 10 000 Meter. Nein, vielmehr erfreut sich der Cheforganisator an einem Lauf, bei dem es keine Zeitmessung gibt. "Der Lauf für Menschen mit Behinderung über 1,1 Kilometer ist superschön. Diese Teilnehmer freuen sich riesig, ins Ziel zu kommen, dabei gewesen zu sein. Es gibt keine Beschwerden, alles läuft freundschaftlich ab. Das macht richtig Spaß zuzusehen", erklärt er.
Winschermann hat zwar mit dem Kö-Lauf 2010 derzeit genug zu tun, doch Gedanken über die weitere Zukunft der Traditionsveranstaltung macht er sich trotzdem. "Es gab die Idee, mal in die Gegenrichtung zu laufen. Das ging aber nicht, weil der Start-Ziel-Bereich zu stark verändert werden müsste. Doch der Plan, demnächst einen Halbmarathon einzubinden, wird verfolgt", versichert er. Wann der erste Halbmarathon beim Kö-Lauf gestartet liegt noch in den Sternen. Dafür müsste erst die Elberfelder Straße Richtung Hofgarten untertunnelt sein.
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