Haan: Allee-Charakter bleibt erhalten
VON RALF GERAEDTS - zuletzt aktualisiert: 29.01.2009Düsseldorf (RPO). Die Bismarckstraße wird ausgebaut. Der Planungsausschuss schloss sich in seiner Sitzung am Dienstagabend der Haltung der Anwohner an, die eigentlich keine Veränderungen wünschen. Das Projekt wird rund 170 000 Euro kosten.
Die Bismarckstraße soll ausgebaut werden. Dabei bleibt aber der Charakter erhalten. Der Planungs- und Verkehrsausschuss gab am Dienstagabend grünes Licht für das Projekt, das rund 170 000 Euro kosten wird.
Tiefbauamtsleiter Guido Mehring berichtete von der Bürgerinformation. Dabei hätten die Anwohner auf den Erhalt des Alleecharakters gedrängt. Öffentliche Parkplätze seien, nach Auffassung der Bürger nicht nötig. Die Eltern der Kindertageseinrichtung am Park wünschten sich Parkplätze auf der Fahrbahn, aber nicht mehr zwischen den Bäumen.
Walter Drennhaus (SPD) fand, die evangelische Kirchengemeinde solle die Parkplätze für den Kindergarten auf ihrem Grundstück anbieten. Vielleicht könnten Eltern den Parkplatz am Kindergarten Martin-Luther-Straße oder aber den Parkplatz hinter der Post nutzen.
Straßenausbau
Die Fahrbahn, fünf Meter breit, wird asphaltiert.
Beidseitig werden kombinierte Park- und Gehwegstreifen gepflastert und über abgesenkte Bordsteine abgegrenzt.
Alle gesunden Straßenbäume werden erhalten und bekommen Baumscheiben von sechs Quadratmeter Fläche
Es wird 32 Stellplätze geben.
Keine Verkehrsberuhigung
Andreas Rehm (GAL) sagte, der Platz an der Martin-Luther-Straße sei nicht geeignet und werde außerdem von den Mitarbeitern benutzt. Gegen ein Ausweichen auf dem Parkplatz hinter der Post spreche die fehlende Querungshilfe auf der Martin-Luther-Straße. Er regte an, die Parkzone mit einer Stunde Parkzeit umzuwandeln in eine Kurzparkzone. Rehm bedauerte, dass mit dem Ausbau keine Verkehrsberuhigung umgesetzt würde. Denn viele Autofahrer nutzten die Bismarckstraße, um Ampeln auf der Bundesstraße 228 zu sparen.
Klaus Straßburg (FDP) sah "zurzeit keinen Bedarf, über Verkehrsberuhigung nachzudenken". Er sprach sich für sicheres Ein- und Aussteigen von Kindern aus und regte an, Schrägparkplätze anzulegen. Dafür aber reicht die Straßenbreite nicht, musste er sich belehren lassen. Technischer Beigeordneter Matthias Buckesfeld wies darauf hin, die Bismarckstraße werde für die Kirmesumleitung benötigt. Insofern sei sie für Straßeneinbauten kaum geeignet, die Anwohner zudem nicht wollten. Michael Heinze (SPD) appellierte, wenigsten zwei Baumscheiben in die Fahrbahn hinein zu erweitern, um den Autofahrer durch die besondere Gestaltung auf den Kindergartenbereich hinzuweisen. "Die Autofahrer schauen nicht auf Schilder, sondern fahren unterbewusst. Deshalb gilt es, Straßen so zu gestalten, dass sich Verkehrsverhältnisse einstellen, wie man sie sich wünscht", sagte der Straßenbaufachmann, dessen Antrag aber keine Mehrheit fand.
Keine Tempo-Verstöße
Dr. Dieter Gräßler (CDU) hielt Straßenumbauten zum Kindergartenschutz ab: "Da braucht man keine Bäume in der Straße. Mittags wird auf der Straße gewendet und in der zweiten Reihe geparkt."
Werner Bürgel, Leiter der Polizeiwache Haan, erklärte, auf der Bismarckstraße habe es bisher keine Unfälle und keine signifikanten Tempo-Verstöße gegeben. Problematisch seien dagegen Rückstaus bis in die Martin-Luther-Straße.
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