Hilden: Anka Zink ist "Itterlitterritterin"
VON DANIEL OELBRACHT - zuletzt aktualisiert: 02.02.2009Düsseldorf (RPO). Die Karnevalsgesellschaft "Musketiere" hat Anka Zink den Orden "Itterlitter" verliehen. "Ich fühle mich geehrt und bin gerührt", stellte die Bonner Kabarettistin vor über 500 Gästen in der Stadthalle fest und reimte in bester jecker Tradition: "Hab ich diesen Litter drin, bin ich 'ne Itterritterin!" Im Saal waren die Preisträger Regina Schmidt-Zadel, Jean Pütz und Manes Meckenstock. Doch ausgerechnet einer fehlte: René Heinersdorff. Der Regisseur, Schauspieler und "Itterlitter"-Träger 2008 musste sein Kommen absagen, weil er derzeit auf Deutschlandtournee ist.
Meckenstock hielt Laudatio
Er hatte deshalb Manes Meckenstock darum gebeten, für ihn die Laudatio auf Anka Zink zu halten. Der verlas zunächst einen Limerick von Heinersdorff auf die Frau des Abends und gab sich danach als glühender Fan von Zink zu erkennen: "Sie ist eine hinreißende Kollegin und stets Mensch geblieben. Als ich ihr 1990 im Komödchen zum ersten Mal begegnete, lud sie mich gleich auf ein Bier ein." Meckenstock lieferte dem Publikum einen kurzen Überblick über Zinks Werdegang und bezeichnete sie als "eine der wenigen Powerfrauen des deutschen Kabaretts", der es gelänge, Humor und Esprit zu verbinden.
Beim Ritterschlag kniete Musketier-Präsident Wolfgang Mais prompt selbst vor der Bonnerin nieder. Dies war ebenso eine Premiere wie die neue Flaschengröße des Itterlitters, der nun 1,4 Liter fasst. Geschäftsführer Ernst de Clerque hatte zwar im Vorfeld nach eigener Aussage gut geübt, tat sich dann aber doch schwer, Zink das Narrenschiffchen im Haar zu befestigen. Die nahm es mit Humor und wartete geduldig, ehe sie dem Publikum mitteilte: "Ich klinge nicht mit Absicht so komisch, ich habe eine fette Erkältung." Ihre Dankesrede, gespickt mit satirischen Spitzen auf die Gesellschaft, beendete sich den Worten: "Ich bin gerne Ihre zweite Musketöse!"
Seitenhiebe auf die Politik
Die Verleihung war der Höhepunkt der Galasitzung, doch die hatte noch viele unterhaltsame Programmpunkte zu bieten. Mit Akrobatik und Taktgefühl verdiente sich die Ehrentanzgarde der Musketiere, "Die Tanzenden Sterne", die erste Rakete des Abends. Renate Fuchs alias die "Callas von Köln" heizte den Jecken mit kölschen Tönen ein, bevor Büttenredner "Et Rumpelstilzche" mit ungezählten Seitenhieben auf die Politiker in Berlin eindrosch. Weitere Gäste waren unter anderem die Marienburg-Garde aus Monheim, der Comedian Antonio Torro, die Musikgruppe "De Klüngelköpp" und die Showgruppe "Fantastic Fanfares".
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