Haan: Anwohnerparken keine Lösung
VON RALF GERAEDTS - zuletzt aktualisiert: 13.06.2008Düsseldorf (RPO). Seit Jahresbeginn erhebt das St.-Josef-Krankenhaus auf seinem Parkplatz an der Robert-Koch-Straße Gebühren. Dadurch hat der Parkdruck in den Wohnstraßen zugenommen. Die Stadt sieht keinen Anlass zur Neuregelung.
Seit das St.-Josef-Krankenhaus seinen Parkplatz an der Robert-Koch-Straße bewirtschaftet, ist es schwieriger geworden, in umliegenden Straßen einen Parkplatz zu finden. Dass der Parkdruck auf die Stellplätze zugenommen hat, räumte Ordnungsamtsleiter Michael Rennert in der Sitzung des Verkehrsausschusses ein. „Die Zahl der Parkverstöße hat sich aber nicht vermehrt“, fasste der Stadtrechtsrat die Erkenntnisse zusammen, die der Außendienst bei wöchentlich zwei bis drei Kontrollen im Umfeld des Hospitals gesammelt hat.
Sechs Monate ohne Kehrmaschine
Walter Drennhaus (SPD) sagte, seitdem am Krankenhaus-Parkplatz eine Schranke die freie Zufahrt versperre, sei der Straßenrand der Robert-Koch-Straße schon morgens dicht mit parkenden Wagen vollgestellt. Bis abends ändere sich das Bild nicht, mit der Folge, dass ein halbes Jahr lang keine Kehrmaschine auf der Südseite der Straße ihr reinigendes Werk habe leisten können. Der SPD-Ratsherr fragte sich, ob das Krankenhaus für die dort zentralisierte Krankenpflegeschule genügend Parkflächen nachweisen könne.
Park-Regelung
Der Krankenhausträger Kplus-Verband hat die Bewirtschaftung seines Parkplatzes Anfang 2008 begonnen.
140 Stellplätze stehen bereit.
Kostenfrei sind die ersten 30 Minuten Parkzeit.
Mitarbeiter zahlen eine niedrige Gebühr von sechs bis acht Cent je Stunde.
Technischer Beigeordneter Matthias Buckesfeld bejahte das. Das Krankenhaus verfüge über 140 Plätze – auf dem Platz vor dem Hospital und einem zweiten Gelände im hinteren Teil des Areals. Es sei festgestellt worden, dass die Nutzung der krankenhauseigenen Plätze nach und nach wieder zunehme. Mitarbeiter müssten nur sechs bis acht Cent je Stunde zahlen. Die Auslastung der Stellplätze liege bei 80 bis 90 Prozent.
Buckesfeld riet grundsätzlich davon ab, im Krankenhaus-Umfeld ein Anwohnerparken einzurichten. „Schon allein wegen der Vorbildfunktion für andere Bereiche“, fügte er hinzu. Michael Rennert ergänzte, dass ein Anwohnerparken nicht unbedingt bessere Verhältnisse für die Anlieger mit sich bringe. „Für 20 Stellplätze würden wir 40 bis 60 Berechtigungen ausgeben.“ Der Ordnungsamtschef hielt die Lage für „nicht eklatant schlimm“.
Klaus Straßburg (FDP) fand einen anderen Grund für zunehmende Parkkonflikte. Viele Anwohner, die nun tagsüber nicht mehr direkt vor ihren Grundstücken parken könnten, seien jetzt im Ruhestand – früher seien sie tagsüber arbeiten gewesen. Baudezernent Buckesfeld regte an, dass vielleicht im Rahmen des Generalverkehrsplanes auch das Thema ruhender Verkehr im Krankenhaus-Umfeld betrachtet werden könne.
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