Haan: Baupläne für Feuerwehr vorgestellt
VON RALF GERAEDTS - zuletzt aktualisiert: 21.08.2010Düsseldorf (RPO). Im November wird mit dem Abbruch des alten Bauhofes an der Überfelder Straße begonnen. Bis Spätherbst 2011 soll die neue Feuer- und Rettungswache auf dem Areal an der Nordstraße entstehen. Die Stadt beauftragte für Bau, Finanzierung und Betrieb ein Privatunternehmen.
Die Haaner Feuerwehr freut sich schon jetzt auf den Spätherbst 2011. Dann nämlich soll die neue Feuer- und Rettungswache auf dem Gelände zwischen Nord- und Überfelder Straße in Betrieb genommen werden. In der nächsten Woche will das Unternehmen MBN Bau AG aus Georgsmarienhütte (Dependance in Köln) den Bauantrag einreichen. Es ist geplant, im November mit dem Abbruch des alten Bauhof-Gebäudes und des heutigen Feuerwehrbaues zu beginnen. Im Mai 2011 soll der komplette Rohbau fertig sein. Der Zeitplan sieht den Umzug für November 2011 vor.
Donnerstag Abend informierten Gebäudemanagement und Feuerwehrleitung Ratsmitglieder über das Projekt. Bereits am Nachmittag hatten Bürger aus der Nachbarschaft die Gelegenheit, die Pläne für das 7,8-Millionen-Euro-Projekt zu sehen. Doch nur wenige nutzten die Gelegenheit.
Feuerwehr-Projekt
Kosten Rund 7,8 Millionen Euro.
Abwicklung Nach dem Neubau von Grundschule Mittelhaan und Musikschule wird die Feuerwehr als PPP-Projekt in öffentlich-privater-Partnerschaft verwirklicht. Die MBN Bau AG übernimmt Bau, Finanzierung und Betrieb über 25 Jahre. Die Stadt, die den Neubau innen auch unterhält, zahlt für die Nutzung.
Bewerber Auf die europaweite Ausschreibung des Projektes bewarben sich sieben Unternehmen. Fünf wurden zu Verhandlungen eingeladen. Vier gaben letztlich ein Angebot ab.
Wert auf Lärmschutz gelegt
Die Anwohner werden es künftig deutlich leiser haben, sagte Projektleiter Olaf Tödte. Denn die Alarmausfahrt führt dann aus dem Feuerwehrhof durch eine sechs Meter breite, mit einem großen Rolltor versehene, Ausfahrt gleich auf die Nordstraße. Die heutigen Hallentor-Öffnungen werden aus Schallschutzgründen verschlossen. In dem Altbau bleiben Fahrzeuge, die nicht so häufig genutzt werden. Die neue Halle für Feuerwehrfahrzeuge rückt an die Überfelder Straße heran. Die Rettungswagen erhalten vier Garagen dort, wo heute die Zentrale ist. Sie können sofort über die Nordstraße ausrücken.
Entlang der Nordstraße wird ein zweigeschossiger Bauriegel entstehen, dessen Fassade mit rotem Klinker und Aluminiumblechen gestaltet wird. Vor dem neuen Komplex, der bis zur Überfelder Straße reicht, werden Parkplätze für Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr angelegt. Sie kommen von dort in die Umkleiden und dann in die Alarmhalle. Im Erdgeschoss befinden sich auch die neue Zentrale und einige Büros. Die hauptamtlichen Mitarbeiter parken im Bereich der heutigen Ausfahrt. Im Obergeschoss wird Platz für die Haustechnik, für Schulungsräume und der Aufenthaltsbereich für die Feuerwehrleute geschaffen. Unterm Dach finden sich noch Büros und Ruhe- sowie Sanitärräume für das hauptamtliche Personal. Im rückwärtigen Teil wird auch ein gut 16 Meter hohes Übungstreppenhaus errichtet, in dem von außen das Anleitern geübt werden kann und das baulich so ausgelegt ist, dass auch Löschübungen im Innern möglich werden.
Es gibt einen Aufzug und einige Treppenhäuser. Im Alarmfall werden die Berufsfeuerwehrleute allerding Rutschstangen nutzen, um schnellstmöglich zum Beispiel vom Ruheraum unterm Dach zum Rettungswagen zu kommen.
Raum für die Jugendfeuerwehr
In der Scheune an der hinteren Grundstücksgrenze wird die Notstromversorgung installiert, gibt es weitere Stellmöglichkeiten für kleinere Fahrzeuge. Die Jugendfeuerwehr erhält in der alten Schreinerei ein neues Quartier.
Den Neubau mit 3800 Quadratmeter Fläche und die Altbauten mit 1100 Quadratmetern wird eine moderne Gasheizung mit Wärme und warmem Wasser versorgen. Das Dach wird statisch so vorbereitet, dass die Installation einer Photovoltaik-Anlage mit Dachbegrünung möglich ist, aber auch ein Aufstocken denkbar wäre. Der Bau selbst werde sehr stark gedämmt und erhalte eine Lüftungsanlage, die Wärme aus der Abluft weiter nutzt, erläuterte Projektleiter Tödte.
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