Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Hilden: Bildung im evangelischen Sinn
VON STEFANIE MERGEHENN - zuletzt aktualisiert: 18.01.2011Düsseldorf (RPO). Das neue Leitungs-Team des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums möchte seine Schüler zu mündigen Bürgern erziehen, die die Gesellschaft positiv zu prägen vermögen. Dazu gehören Streitschlichter- und Paten-Programme.
Zwei Sechstklässlerinnen waren gestern die ersten Besucher in der offenen Schüler-Sprechstunde, die der neue Schulleiter Udo Kotthaus alle 14 Tage anbietet. Ob man nicht eine Musical-AG gründen könne? – "Ist doch toll, dass man auf diese Weise nicht den Kontakt zur Basis verliert", sagt der langjährige Unterstufenkoordinator, der auf Grund seiner neuen Funktion nur noch einen Physik-Leistungskurs betreut.
Wenn sich beim Info-Tag am Samstag wieder Dutzende Viertklässler mit ihren Eltern durch das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium schieben, rechnet Kotthaus trotz nicht mehr verbindlicher Gymnasialempfehlung nicht mit wesentlich mehr Andrang als sonst. "Als konfessionelle Schule hatten wir ja schon immer die Möglichkeit, den Einzelfall zu prüfen", erklärt der 56-Jährige. Individuelle Förderung ist auch für Kotthaus' Konrektor Christian Dern ein Aushängeschild des "Bonni": "Evangelische Bildung heißt für mich, das uns anvertraute Kind ganzheitlich zu einem mündigen Bürger zu erziehen, der die Gesellschaft positiv prägen kann."
Info-Termine am Bonni
Samstag, 22. Januar, 8.30 bis 12.30 Uhr Tag der offenen Tür für Viertklässler (8.30 Uhr Karten-Vergabe für Schnupper-Unterricht, 8.50 Uhr Morgen-Andacht) und Zehntklässler, die sich für die gymnasiale Oberstufe interessieren.
Mittwoch, 26. Januar, 19 Uhr Das Evangelische Schulzentrum stellt sich in der neuen Aula vor. Die Leitung von Bonhoeffer-Gymnasium, Fliedner-Realschule und Internat sowie Eltern- und Schülervertreter beantworten Fragen.
Doch schon die Eltern werden oft als "unsicher" erlebt, welche Schulform für das eigene Kind geeignet ist. Deshalb denken Kotthaus und sein Kollege Ottmar Scholl von der benachbarten Fliedner-Realschule darüber nach, "frühestens zum übernächsten Schuljahr" zusätzlich zu den je vier eigenen eine weitere Eingangsklasse zu bilden, in der Kinder mit Real- oder Gymnasial-Empfehlung mindestens bis Klasse 6, vielleicht sogar bis Klasse 10 gemeinsam unterrichtet werden. "Dafür brauchen wir aber noch die Genehmigung des Landeskirchenamtes und der Schulkonferenzen", betont Kotthaus.
Eltern als Sponsoren
Binnendifferenzierung steht schon jetzt auf dem Stundenplan: Ab Februar erhalten neun Fachräume je ein Smartboard – finanziert von der Schulstiftung, die ebenso wie der Schulverein für die gute Ausstattung verantwortlich zeichnet. So sponserten die engagierten Eltern 2007 ein digitales Lernstudio, das vor allem von der Oberstufe genutzt wird. Und weil das "Bonni" ein Jahr früher mit dem G 8 startete, bilden nun 220 ehemalige Elf- und Zwölftklässler die gemeinsame "Q 1"-Stufe (Qualifikationsphase).
Als Ganztags-Schule versteht sich das "Bonni" trotz einer großzügig angelegten Mensa hingegen nicht: An maximal drei Nachmittagen ist bislang Unterricht; eine kostenpflichtige Hausaufgabenhilfe kann über die Tagesgruppe des angrenzenden Internats gebucht werden. Kostenfrei werden Judo- oder musische Talente gefördert, spirituelle Impulse und AG's wie Astronomie, Foto oder Chemie angeboten.
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