Haan: Blaue Tonnen sind oft zu klein
VON RALF GERAEDTS - zuletzt aktualisiert: 20.02.2008Düsseldorf (RPO). An Abfuhrtagen erschweren Massen an gefüllten Kartons den Service. Die Stadt appelliert an die Bürger, im Zweifelsfall größere Sammelbehälter für Altpapier zu ordern. Der Austausch bleibt kostenfrei.
Bei der Altpapierabfuhr gibt es ein Problem, bei dessen Lösung das Bauverwaltungsamt auf die Bürgerschaft setzt. An vielen Häusern ist das Volumen der Blauen Tonnen zu gering, um die regelmäßig anfallenden Altpapiermengen aufnehmen zu können. So hat sich in den letzten Jahren immer mehr eingebürgert, am Abfuhrtag neben die Rolltonne noch gefüllte Kartons aufzutürmen. Das soll sich jetzt ändern: „Wir bitten die Haushalte, auf größere Tonnen umzusteigen, wenn es immer Platzmangel im Behälter gibt. Es ist egal, wie groß das Tonnenvolumen ist oder ob zwei oder drei Tonnen nötig sind“, erklärte Carmen Viehmann. Die Abfallberaterin betont: „Die Papiertonnen sind kostenlos für die Bürger!“ Wird der Tonnentausch bis Ende März vollzogen, entfalle auch die sonst übliche Verwaltungsgebühr von zehn Euro.
Altpapier-Tonnen
Volumen 80 Liter (280 Stück, die werden in jedem Falle getauscht), 120 Liter (etwa 5300 Stück), 240 Liter (rund 1900 Stück), 1,1 Kubikmeter (500 Stück).
Menge Pro Jahr werden in Haan rund 2200 Altpapier gesammelt.
Erlös Rund 100 Euro je Tonne. Der Kreis beteiligt die Städte über die Gebühren an den Einnahmen.
Bald bleiben Kartons stehen
Seit Jahresbeginn wird Altpapier von den Solinger Entsorgungsbetrieben abgefahren. Die Umstellung habe reibungslos geklappt, berichtete Bauverwaltungsamtsleiter Bernd Duske. Allerdings habe das Unternehmen der Stadt einige Hinweise gegeben. Gemäß der Auftrags-Ausschreibung sollte die Sammlung im so genannten „Umleerverfahren“ – Behälter in Fahrzeug – erfolgen. Tatsächlich aber sei in vielen Fällen Handarbeit vonnöten, um Kartons und Papierbündel separat in das Fahrzeug zu laden. Die Verhältnisse an Abfuhrtagen geben kein schönes Bild, findet die Abfalllberaterin. „Gerade wenn es feucht ist, zerreißen die Kartons dabei und das Papier fliegt herum“, schilderte Carmen Viehmann eine durchaus normale Situation.
„Wir möchten, dass die Behälter dem Bedarf entsprechend getauscht werden“, steckte Viehmann klar das Ziel. Geschehe das nicht, sei nicht auszuschließen, dass künftig Kartons nicht mehr mitgenommen werden. In Erkrath ist dies schon jetzt Praxis. Bei der Braunen Tonne und beim Restmüll wird auch in Haan so verfahren. Nicht zuletzt müsse auch aus arbeitsschutz-rechtlichen Gründen die Mitnahme zusätzlicher Kartons eine Ausnahme bilden.
Das Steueramt der Stadt, über das der Wechsel veranlasst werden muss, ist für den Tonnentausch gerüstet. Auch die Firma Awista, von der die Blauen Tonnen langfristig angemietet sind, ist informiert. „Wir hoffen auf eine Flut von Tausch-Anrufen“, sagte Viehmann. Die 240-Liter-Tonne stelle eine ideale Größe dar, weil Kartons nicht zu sehr zerkleinert werden müssten.
Ab April werden Tonnen gezählt
Aktuell weiß die Stadt nicht, welche Tonnengröße es auf den einzelnen Grundstücken gibt. Dieses Kataster soll im zweiten Quartal in zwei Durchgängen erstellt werden. Dazu werden die Tonnen registriert und erhalten eine Müllmarke.
Tonnentausch zu vereinbaren unter Tel. 02129 911-221, Horst Meske.
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