Hilden: CO-Pipeline: Steinbrück kritisiert Bayer
zuletzt aktualisiert: 24.07.2010Düsseldorf (RPO). Ex-Bundesminister Peer Steinbrück (SPD) hat am Rande eines Besuchs in Monheim den Bayer-Konzern wegen seines Umgangs mit der in der Region umstrittenen Kohlenmonoxid(CO-)Pipeline kritisiert. "Wer eine gültige Planfeststellung so oft ändert oder jedenfalls nicht so erfüllt, wie er es müsste, ist entweder verrückt oder allzu couragiert." Gleichzeitig stellte der ehemalige NRW-Ministerpräsident klar, dass er die Ankündigungen des Konzerns, bei einem Scheitern des Projekts möglicherweise Investitionen ins Ausland zu verlagern, ernst nimmt.
"Die wedeln nicht bloß", sagte der in Bonn und Berlin lebende SPD-Bundestagsabgeordnete, der 2009 im Wahlkreis Mettmann-Süd gegen Michaela Noll (CDU) unterlegen war, sich aber weiter um die Region kümmern möchte. Ob es tatsächlich möglich sei, durch eine Vor-Ort-Produktion von CO die Leitung überflüssig zu machen, wollte Steinbrück nicht bewerten. "Dazu bin ich nicht Fachmann genug." Ohnehin würden die Gerichte über das Projekt entscheiden. Das Thema bleibe freilich auch politisch "sehr kitzelig".
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