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Hilden: Eine spannende Zeitreise

VON ASTRID SCHOENE - zuletzt aktualisiert: 03.09.2010

Düsseldorf (RPO). Zum 100. Geburtstag des Helmholtz-Gymnasiums hat die Abiturklasse 1959 die Ausstellung "Ein Jahrgang blickt zurück" zusammengestellt. Sie ist im Kunstraum Gewerbepark-Süd zu sehen.

Die ehemaligen Schüler des Abiturjahrgangs 1959 (v.l.): Richard von Hilges, Lore Krahnke, Reinhard Krahnke, Peter Berrenburg, Hans-Jürgen Braun, Margrit Bühler, Christa Steins und Gerda Rong.  Foto: RPO
Die ehemaligen Schüler des Abiturjahrgangs 1959 (v.l.): Richard von Hilges, Lore Krahnke, Reinhard Krahnke, Peter Berrenburg, Hans-Jürgen Braun, Margrit Bühler, Christa Steins und Gerda Rong. Foto: RPO

Der Zeitgeist der 50er Jahre weht durch den großen Ausstellungsraum. Kontrastreich trennt das Schwarz-Weiß und das Farbige das gestern vom heute. Ab Sonntag kann man in der Dokumentation "Ein Jahrgang blickt zurück" auf Spurensuche gehen. Die Abiturienten von 1959 lassen in ihrer akribisch zusammengetragenen Chronik die Schulzeit am Alten Helmholtz so schwungvoll wie nostalgisch aufleben, mit Fotografien, Plakaten, Festschriften, Klassenarbeiten, Schülerzeitung und alten Schulbüchern.

Viel recherchiert

Die Idee für die Ausstellung sei bei der Feier des 50-jährigen Abiturs entstanden, erzählt Hans-Jürgen Braun, der die Schau zusammen mit Reinhard Krahnke organisiert hat. "Ein Jahr lang haben wir gesammelt, alte Fotos digitalisiert, vergrößert, viel recherchiert und Dokumente und Plakate geordert", berichtet Krahnke. Alle hätten geholfen, finanziell und ideell. Die Reise in die Vergangenheit beginnt mit dem Blick auf verbrannte Städte, mit der Währungsreform, der Teilung Deutschlands und mit dem Hilden der 50er Jahre, mit seiner Straßenbahn und im Hochwasser versinkend. Es sind die unterschiedlichen Blickwinkel, die den Charme dieser Ausstellung ausmachen. Die Geschichte des Jahrgangs strömt aus Schwarzweißfotos, aus Briefen, und leicht vergilbten Plakaten. Sie startet mit den Fotos der Sexta und des ersten Klassenlehrers. Auf einem anderen Bild sieht man das braungrün gekachelte, in der Wand eingelassene Waschbecken im Alten Helmholtz. "Die Quelle der Weisheit", direkt vor dem Direktorenzimmer", sagt Krahnke schmunzeldn. "Beim Warten ging oft der Puls höher", erinnert er sich.

Info

Die Ausstellung

Titel "Ein Jahrgang blickt zurück in die 50er Jahre".

Eröffnung Sonntag, 5. September, 11 Uhr, im Kunstraum Gewerbepark-Süd. Hofstraße 64.

Öffnungszeiten Bis 12. September, Montag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr; Samstag und Sonntag von 11 bis 16 Uhr. Aber auch außerhalb der Öffnungszeiten sind Besucher, auch Gruppen/Klassen nach Voranmeldung willkommen.

Kontakt Tel. 0172 2413472.

Am Puls des Lebens

Zwischen all den lokalen Zeitzeugen kann der Besucher den Puls des damaligen Lebens spüren: die gewonnene Fußballweltmeisterschaft, die außenpolitischen Krisen und der stetig wachsende Wohlstand Deutschlands. Ein Symbol dafür scheint immer noch der Zigarre rauchende Ludwig Erhard zu sein. Und mitten in diesem neuen Lebensgefühl tummeln sich die Gymnasiasten, mit Elvis- und Louis Armstrong-Schallplatten, mit den ersten knackigen Blue Jeans, der ersten Vespa. Die Jungs mit Tolle, die Mädels mit Petticoat und Pferdeschwanz. Die ganze Unbekümmertheit dieser Jahre zeigt sich in ihren Gesichtern, bei sportlichen Siegen, bei den ersten Tanzstunden, beim Theaterspielen, bei Klassenfahrten. Als sich die 18 Abiturienten und sechs Abiturientinnen für ihr letztes Klassenfoto 1959 formierten, stand ihnen die Welt offen. Am Ende der Ausstellung hängen die aktuellen Porträts des Jahrgangs. "Ich glaube, aus allen ist etwas geworden", sagt Braun lächelnd.

Quelle: RP

 
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