Hilden: Endspurt beim Sparkassenbau
VON BARBARA JAKOBY - zuletzt aktualisiert: 20.08.2010Düsseldorf (RPO). Die Baustelle an der Mittelstraße ist im Zeitplan. Die Gerüste sind entfernt, im Oktober kann der Innenausbau beginnen. Das Geldinstitut will im Januar eröffnen, Peek&Cloppenburg im März.
Man sieht sie nicht gleich, aber man hört sie: 130 Handwerker arbeiten zurzeit auf allen Etagen des Sparkassen-Neubaus. "In vier bis sechs Wochen sind viele von ihnen hier raus", sagt Wolfgang Pietrzak, Direktor Organisation bei der Sparkasse Hilden-Ratingen-Velbert. Anfang Oktober soll der Innenausbau des Gebäudeteils beginnen, in den die Sparkasse selbst einziehen wird. Die Eröffnung ist für Januar vorgesehen.
Von der Mittelstraße aus gelangen die Kunden dann in die 1400 Quadratmeter große Kundenhalle. Gleich hinter der gläsernen Eingangstür wird der Selbstbedienungsbereich (SB) angesiedelt. Einer der vier Geldautomaten ist behindertengerecht, mit Rollstühlen unterfahrbar und auch von Blinden zu bedienen. "Wir haben uns vom Behindertenbeirat der Stadt beraten lassen", sagt Pietrzak. Gleich nebenan werden die SB-Terminals installiert. Dieser SB-Bereich wird auch nach den Öffnungszeiten der Sparkasse täglich bis 23.30 und morgens wieder ab 5.30 Uhr zugänglich sein. Von der übrigen Kundenhalle wird er nachts durch herausfahrbare Wände abgetrennt.
Nutzfläche
Sparkasse 3800 Quadratmeter, davon 1400 in der Kundenhalle im Erdgeschoss.
Peek & Cloppenburg 4200 Quadratmeter.
Tiefgarage 2600 Quadratmeter.
Servicezonen im Erdgeschoss
In dem geschwungenen Großraum werden weitere Servicebereiche angeordnet: vorne so genannte Servicepoints, an denen sich Mitarbeiter um Einzahlungen, Auszahlungen oder Aufträge kümmern, dahinter eine Zone für kürzere Beratungen und am Ende der Halle Plätze für intensivere Kundengespräche. Auch an eine Kinderecke haben die Planer gedacht. In die oberen Geschosse ziehen unter anderem die Berater für Firmenkunden und das Private Banking sowie die Vermögensanlageberater ein. Im zweiten Stock gibt es Besprechungs- und Schulungsräume.
Peek&Cloppenburg, das neben der Sparkasse einen Teil des Erdgeschosses und die komplette erste Etage – insgesamt 4200 Quadratmeter – belegt, soll ab 2. Januar mit dem Innenausbau beginnen können, sagt Pietrzak. Die Eröffnung sei für März geplant. "Damit sind wir bis auf zwei Wochen im ursprünglichen Zeitplan", freut sich der Organisationsdirektor. Und bis auf einen kleineren Unfall sei bei den Bauarbeiten auch alles gut gegangen.
Wie am Brandenburger Tor
Bei der Planung habe Architekt Prof. Dierk van den Hoevel auf ausschließlich recycelbare Materialien gesetzt, berichtet Pietrzak und weist auf eine Besonderheit hin: "Der Warthauer Sandstein für die Fassade kommt aus demselben Steinbruch wie die Steine für das Brandenburger Tor in Berlin." Die mattgrünen Glaskeramikplatten, die an einigen Gebäudeteilen Akzente setzen, seien aus Altglas. "Wir fühlen uns sehr der Ökologie verpflichtet", betont der Sparkassendirektor. Deshalb werde ein eigenes Blockheizkraftwerk den Strom liefern, mit der Abwärme würden Heizung und Kühldecken betrieben. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach hat eine Leistung von 26 Kilowatt und die Dachterrasse zur Mittelstraße hin wird begrünt.
Im Untergrund des Hauses entsteht eine Tiefgarage mit 92 Plätzen, die von 9 bis 19 Uhr geöffnet sein soll. Das hatte das Verwaltungsgericht Düsseldorf für rechtens erklärt, nachdem Anlieger der Bismarckstraße wegen erhöhten Verkehrsaufkommens geklagt hatten. Gegen das Urteil können die Kläger in Berufung gehen.
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