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Haan: Erfolgreich spekuliert

VON SONJA SCHMIDT - zuletzt aktualisiert: 13.02.2007

Düsseldorf (RPO). Zum elften Mal richtete die Stadt-Sparkasse Haan das Planspiel Börse für Haaner Schüler aus. In zehn Wochen lernten 57 Gruppen das Einmaleins der Wertpapiere. Dabei erzielten die Pennäler beachtliche Ergebnisse.

Gruppenbild ohne Sieger: Weil die „Bulls-Babies“ derzeit auf Klassenfahrt sind, konnte Sparkassen-Vorstand Gunther Wölfges gestern nur dem Team „wegetables“ (links) zum zweiten und den „Jüngsten“ zu ihrem dritten Platz im Planspiel Börse gratulieren.  Foto: RPO
Gruppenbild ohne Sieger: Weil die „Bulls-Babies“ derzeit auf Klassenfahrt sind, konnte Sparkassen-Vorstand Gunther Wölfges gestern nur dem Team „wegetables“ (links) zum zweiten und den „Jüngsten“ zu ihrem dritten Platz im Planspiel Börse gratulieren. Foto: RPO

Die Hauptschule Zum Diek ist Sieger des 24. „Planspiel Börse”. Die reine Mädchengruppe „Bulls-Babes” qualifizierte sich nach zehn Wochen Spielzeit mit einem Depotwert von 56 414,13 Euro und einem Wertzuwachs von 12,8 Prozent als bestes Haaner Team. Insgesamt schaffte die Hauptschule mit fünf Gruppen den Einzug unter die ersten Zehn. Den zweiten Platz mit nur 58 Euro Rückstand belegten die „wegetables” des Städtischen Gymnasiums mit einem Depotwert von 56 356,79 Euro. „Die Jüngsten”, ebenfalls vom Gymnasium, konnten sich mit ihren virtuellen 55 822,29 Euro über einen dritten Platz freuen.

Info

Planspiel Börse

1996 richtete die Haaner Stadt-Sparkasse das Planspiel zum ersten Mal aus.

Idee Schüler sollen möglichst früh an Zusammenhänge in der Wirtschaft herangeführt werden undden Umgang mit Geld lernen.

Jubiläum Am 1. Oktober 2007 startet das bundesweit 25. Planspiel.

www.planspiel-boerse.com

Gleichrangig waren die ersten drei Plätze insofern, da jede der drei Gruppen 500 Euro kassierte. Viele der Teilnehmer hatten bereits Spielerfahrung im virtuellen Wertpapierhandel. So wie Niklas Morwind. Der 19-jährige Oberstufenschüler gehört bereits zu den alten Hasen. Die Grundlagen lernte er im Fach Wirtschaftslehre. 2006 war der Gymnasiast zum fünften Mal dabei. Er kennt die Höhen und Tiefen des Spiels. „Beim ersten Mal bin ich direkt Zweiter geworden, im Vorjahr Letzter. In Wirklichkeit habe ich auch Aktien”, berichtet Niklas. Doch in der Realität lege er weniger risikoreich an, sagt er.

Sechs Gruppen unter den ersten 50

57 Gruppen des Gymnasiums, der Emil-Barth-Realschule und der Hauptschule Zum Diek hatten sich der Herausforderung gestellt, mit 50 000 Euro fiktivem Startkapital so viel Geld wie möglich beim Wertpapierhandel zu verdienen. Das waren knapp doppelt so viele wie in den vergangenen Jahren. Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, Gunther Wölfges, zeigte sich beeindruckt vom Verlauf des beliebten Spiels: „Dieses Jahr hatten wir herausragende Ergebnisse. Sechs Haaner Spielgruppen schafften es unter die ersten 50 im Rheinland”, verkündete der Sparkassenchef stolz. Angesichts von 1927 Gruppen im Rheinland sei diese Platzierung eine besondere Leistung.

Erst die falschen Aktien gewählt

„Viele Teams haben in nur einen Wert spekuliert. Vorsichtigere Kandidaten sind durch Verteilung auf die Werte den risikoreduzierten Weg gegangen”, berichtete Spielbetreuer Tommaso Paparo. Robert Morwind und Clemens Trautwein gehörten zu den „Jüngsten”. Beide waren das erste Mal dabei. „Mein großer Bruder hat schön öfters mitgespielt. Außerdem legt mein Vater in Aktien an. Da habe ich mich dafür interessiert”, erzählt der 13-jährige Robert. Nach der Schule habe er jeden zweiten Tag die Börsenkurse studiert und sich mit seinem Freund beraten. „Am Anfang haben wir immer die falschen Aktien gekauft, aber nach einer Woche hatten wir das Spiel durchschaut.”

Quelle: RP

 
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