Haan: Familien-Lösung gefunden?
VON RALF GERAEDTS - zuletzt aktualisiert: 10.05.2007Düsseldorf (RPO). Stadt will Stadtwerke-Geschäftsanteile an die Stadt-Sparkasse verkaufen. Der Millionen-Betrag könnte den Start in den Abbau des Sanierungsstaus ermöglichen. Noch aber gilt es, wichtige Fragen zu klären.
Die Stadt-Sparkasse Haan soll Geschäftsanteile der Stadtwerke Haan GmbH übernehmen. Das dafür in die Stadtkasse fließende Geld könnte helfen, einen Einstieg in den Abbau des Sanierungsstaus an Schulgebäuden zu finden. In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Dienstag Abend fasste Bürgermeister Knut vom Bovert zusammen, was seit der letzten nichtöffentlichen Beratung an Arbeitsergebnissen erzielt werden konnte. Danach haben Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Gunther Wölfges und Stadtwerke-Geschäftsführer Stefan Chemelli aktiv an Beratungen eines Arbeitskreises teilgenommen. In den nächsten Tagen wollten beide noch Detailfragen klären, erklärte vom Bovert.
Strategie-Diskussion
In mehreren nichtöffentlichen Beratungsrunden haben Politik und Verwaltung Wege gesucht, die anstehenden Probleme trotz leerer Stadtkassen zu lösen.
Bürgermeister vom Bovert stellte erste Arbeitsergebnisse vor.
Beschlüsse stehen noch aus.
Vorerst gilt der beschlossene Etat.
Totalverkauf wird abgelehnt
UWG-Fraktionschef Veli Malovic hatte mit seinem Antrag für die öffentliche Beratung gesorgt: SPD, FDP, GAL und der Bürgermeister hatten dem Ansinnen zugestimmt, die CDU wollte weiterhin nichtöffentlich beraten. Vom Bovert erläuterte, der Verkauf von Stadtwerke-Anteilen innerhalb der Familie habe den Vorteil, dass „kurzfristig ein Millionen-Euro-Betrag zur Verfügung steht für Maßnahmen, die sonst ohne Geld nicht umsetzbar wären“. Einen totalen Verkauf der Stadtwerke lehne der Arbeitskreis ab, stellte vom Bovert klar.
Inwieweit sich die Erträge der Stadtwerke durch einen Verkauf von Anteilen verändern werden, ist noch nicht exakt kalkuliert worden. Auch noch offen ist die Frage, ob die Stadt vielleicht ihr Hallenbad an die Stadtwerke übertragen könnte. Das würde den Haushalt nachhaltig entlasten.
Mehrere Gedankenspiele
Es gibt noch eine Reihe anderer Überlegungen, finanzielle Spielräume zu erschließen. Etwa, die Stadt als Konzern zu führen. Das Rathaus hat Kontakt aufgenommen mit der Stadt Burscheid, um die dort gemachten Erfahrungen abzufragen. Diskutiert wurde auch, über die Stadt-Sparkasse eine Grundstücks-Gesellschaft zu gründen, über die Transaktionen von Immobilien abgewickelt werden könnten. „Die Sparkasse ist ein gewinnorientiertes Unternehmen. Von daher werden wir nichts geschenkt bekommen“, meinte der Bürgermeister. Bis Beschlüsse gefasst werden können, müssen noch viele Fragen geklärt werden.
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