Haan: Feuerwehr-Projekt beginnt
VON RALF GERAEDTS - zuletzt aktualisiert: 14.06.2008Düsseldorf (RPO). Der Bauausschuss gab grünes Licht: Für 6,75 Millionen Euro soll bis Sommer 2011 an der Nordstraße der Feuerwehr-Standort erneuert werden. Momentan werden Finanzierungswege geprüft.
Auf diesen Beschluss hat die Feuerwehr seit zwei Jahrzehnten gewartet. Einstimmig gab der Bau-, Vergabe- und Feuerschutzausschuss den Startschuss für das Bauprojekt Feuer- und Rettungswache an der Nordstraße. Nach dem Umzug des Bauhofes besteht die Gelegenheit, auf dem Areal die Feuerwehr zeitgemäß auszustatten. Jetzt wird die Verwaltung Wege der Finanzierung prüfen. Denkbar ist, die Investition durch einen privaten Partner erledigen zu lassen. Bis zum Herbst wird ermittelt, welcher Weg der wirtschaftlichste ist.
Zeitgleich werden die ersten Skizzen und das Raumprogramm in eine Vorplanung umgearbeitet. Ausschreibung und Vergabe sollen bis 30. August 2009 erledigt sein. Im Sommer 2009 wird es einen Teilumzug der Feuerwehr geben, im Herbst dann der Bau beginnen und in zwei Abschnitten bis Sommer 2011 fertiggestellt werden.
Feuerwehr Haan
Einsätze Pro Jahr gibt es im Schnitt rund 3500 Krankentransporte, 1900 Rettungseinsätze und 550 Feuerwehreinsätze.
Schutzziel Innerhalb von acht Minuten müssen – rund um die Uhr – Hilfeleistungsfahrzeug, Löschgerätewagen, Hubrettungsbühne und Rüstwagen samt Besatzung am Einsatzort sein.
Sondergerät wird stationiert
Von der im Juni 1970 in Betrieb genommenen Immobilie bleibt nur noch die Fahrzeughalle erhalten und die alte Scheune im hinteren Bereich. Alle Feuerwehr-Gebäude werden künftig einen Übungshof umschließen. Wo heute noch der Trakt der Bauhof-Büros steht, wird die neue Alarmhalle gebaut. Zur Straße hin entstehen Rettungswache, Büro- und Sozialräume. In der alten Alarmhalle soll weniger oft benötigtes Gerät geparkt werden. Die Alarmausfahrt wird auf die Mitte des Gebäuderiegels zur Straße hin verlegt, vor dem Parkplätze für Mitarbeiter und Helfer entstehen.
Feuerwehr-Chef Carsten Schlipköter betonte in der Ausschusssitzung, der Neubau müsse nicht nur Arbeitsplätze für die hauptamtlichen Mitarbeiter bieten, sondern auch attraktiv sein für die ehrenamtlichen Helfer. Ohne deren Einsatz würde die Bereitstellung von Rettungsdienst und Feuerwehr mehrere Millionen Euro zusätzlicher Personalkosten verursachen.
Durch den Neubau will Haan auch seine Position im kreisweiten Feuerwehrsystem stärken, indem Sondergeräte stationiert werden; gedacht ist an einen Abrollbehälter für Sandsäcke und einen Gerätewagen mit Messtechnik.
Sicherung der Feuerwehr
Sprecher aller Fraktionen begrüßten, dass das Feuerwehrprojekt jetzt angestoßen werden konnte. „Damit werden eklatante Mängel endlich beseitigt“, sagte Jens Lemke (CDU). Bernd Stracke (SPD) sah in dem Neubau einen „deutlichen Schritt zur nachhaltigen Sicherung der Feuerwehr in Haan“.
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