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Hilden: Firma rückt Energiekosten ins Licht

VON SUSANNE GENATH UND MAXIMILIAN LAUFER - zuletzt aktualisiert: 07.01.2012

Hilden (RP). Die "Flexo print GmbH" ist das einzige Hildener Unternehmen, das an der aktuellen Auflage des "Ökoprofit"-Programms des Kreises teilnimmt. Durch den Einsatz energiesparender Leuchten will die Firma künftig fast die Hälfte ihrer Stromkosten sparen.

Frank Sombrutzki von "Flexo print" hält eine Energiesparlampe in der Hand, wie sie jetzt an der Decke hängen. Vorne im Bild liegen alte Leuchten.  Foto:  anja tinter
Frank Sombrutzki von "Flexo print" hält eine Energiesparlampe in der Hand, wie sie jetzt an der Decke hängen. Vorne im Bild liegen alte Leuchten. Foto: anja tinter

Um die Werkshallen der Firma "Flexo print" an der Heinrich-Hertz-Straße zu erhellen, ist einiges an künstlichem Licht nötig. 150 klassische Leuchtstofflampen wurden dafür bislang eingesetzt. Nun ist das Unternehmen dabei, 90 Prozent durch energiesparende Lampen zu ersetzen. 5400 Euro kostet diese Investition, hat Frank Sombrutzki, der technische Betriebsleiter, ausgerechnet. Doch damit können gleichzeitig 2300 Euro Stromkosten im Jahr gespart werden. "In gut zwei Jahren haben sich die Ausgaben amortisiert", sagt er. "Danach können wir kostengünstiger produzieren."

Die Umwelt schonen

Info

"Ökoprofit"

Bei etwa 1000 Betrieben in NRW, die "Ökoprofit" bereits durchlaufen haben, rechnen sich die Ausgaben im Schnitt nach knapp drei Jahren, berichtet der Kreis Mettmann.

Bei insgesamt investierten 151 Millionen Euro seien deren Betriebskosten jährlich um zusammen 52 Millionen Euro gesunken.

Die "Flexo print GmbH", die sich auf das Bedrucken von Verpackungspapieren im Flexo-Druckverfahren spezialisiert hat, ist die einzige Hildener Firma, die seit Mitte Mai 2011 an der aktuellen Staffel des "Ökoprofit"-Projekts des Kreises Mettmann teilnimmt. Das NRW-Umweltministerium fördert das zwölfmonatige Programm finanziell. Ziel ist es, Betriebe dafür zu gewinnen, ihren Wasser- und Energieverbrauch sowie den anfallenden Abfall zu verringern und dadurch die Umwelt zu schonen. Die Zwischenbilanz fällt positiv aus.

Oft, sagt Nils Hanheide, Umweltdezernent des Kreises, seien schon mit vergleichsweise geringen Mitteln große Effekte zu erzielen: neben energieeffizienteren Leuchtmitteln unter anderem mit Zeitschaltuhren und Bewegungsmeldern.

Die "Flexo print" hat bereits eine Ökobilanz aufgestellt. "Durch die neuen Leuchtstofflampen verringern wir den Ausstoß an Kohlendioxid um 10,2 Tonnen und unseren Stromverbrauch um 41,6 Prozent", berichtet Sombrutzki. Und das ist noch nicht alles. "Wir wollen in diesem Jahr auch noch eine neue Abwasseraufbereitungsanlage für das anfallende Schmutzwasser an den Druckmaschinen installieren." Damit soll der Wasserverbrauch um jährlich 102 Kubikmeter gesenkt werden. 38 850 Euro investiert das Hildener Unternehmen dafür plus jährliche Kosten für Chemikalien in Höhe von rund 1400 Euro. Dafür spare man aber 15 000 Euro Entsorgungskosten im Jahr, erklärt der technische Betriebsleiter. In knapp drei Jahren also haben sich die Ausgaben für das Unternehmen gerechnet.

Die Druckerei an der Heinrich-Hertz-Straße hat ihre Teilnahme an "Ökoprofit" noch nicht bereut. "Im Einklang mit der Natur zu produzieren, ist zwar Arbeit", sagt Frank Sombrutzki. Denn man müsse zu Beginn den gesamten Strom- und Wasserverbrauch sowie andere Kennzahlen zusammenstellen. "Aber dann merkt man erst einmal, wie hoch der Energieverbrauch tatsächlich ist." Auch der Austausch mit anderen Firmen innerhalb des Projektes sei sehr hilfreich. "Dabei erfährt man, welche Erfahrungen andere Betriebe mit Energieeinsparmaßnahmen gemacht haben – was funktioniert hat und was vielleicht auch nicht."

Der technische Betriebsleiter kann das Programm nur weiterempfehlen. "Ich bin überzeugt, dass man ökologisch denken muss, wenn man wettbewerbsfähig bleiben will", sagt er.

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Quelle: RP


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