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Haan: Französische Spezialitäten

VON KATRIN MERGEN - zuletzt aktualisiert: 01.09.2008

Düsseldorf (RPO). Das zweite Haaner Weinfest mit französischem Markt wurde bei sommerlichem Wetter zu einem Publikumsmagneten. Im Park Ville d’Eu wurden gute Tropfen und kulinarische Köstlichkeiten kredenzt.

Die Bruderschaft von gepressten Äpfeln aus dem Tal der Yères lud in traditioneller Kluft zum Verkosten von Spezialitäten – Cidre, Pommeau und Calvados – ein. Kulturamtsleiter Fritz Köhler (Mitte) ist seit dem vorigen Herbst Mitglied des Kreises, in den Bürgermeister Knut vom Bovert schon 2006 aufgenommen wurde.   Foto: RPO
Die Bruderschaft von gepressten Äpfeln aus dem Tal der Yères lud in traditioneller Kluft zum Verkosten von Spezialitäten – Cidre, Pommeau und Calvados – ein. Kulturamtsleiter Fritz Köhler (Mitte) ist seit dem vorigen Herbst Mitglied des Kreises, in den Bürgermeister Knut vom Bovert schon 2006 aufgenommen wurde. Foto: RPO

„Der Hauptpreis ist natürlich das Wetter. Das Fest war bereits im letzten Jahr ein voller Erfolg, doch dieses Jahr wurden unsere Erwartungen sogar noch übertroffen.“, freute sich Fritz Köhler, Leiter des Kulturamtes. Zahlreiche Besucher fanden am Wochenende anlässlich des zweiten Weinfestes in Verbindung mit dem Französischen Markt bei strahlendem Sonnenschein den Weg in den idyllisch gelegenen Park Ville d‘Eu.

Die Idee zu einem Weinfest entstand im letzten Jahr aufgrund der 40-jährigen Städtepartnerschaft zwischen der in Normandie gelegenen Stadt Eu und Haan. Außerdem hatte Köhler den Wunsch, französische Spezialitäten mit deutschem Wein zu verbinden.

Info

Apfel-Spezialitäten

Zu Ehren der seit 1967 bestehenden Städtepartnerschaft Haan–Eu wurde Park an der Königstraße benannt: Park Ville D’Eu.

Eine Besonderheit bot die „Confrérie des Goustiers du Pressoir de la Vallée de l’Yères. Die Freunde gepresster Äpfel aus dem Tal der Yères boten Cidre, Pommeau und Calvados zum Kosten an.

Öl auch für die Schönheit

Dies ist ihm gelungen, denn neben einigen Winzern aus den verschiedensten Regionen Deutschlands, gab es auch ein breites Spektrum an kulinarischen Höhepunkten. Dazu zählen Austern aus der Vendée, Pökelfleisch und Käse aus dem Baskenland, Plätzchen aus der Bretagne oder auch Oliven und Feigenbrot aus der Provence.

Alternativ dazu wurde auch Arganöl aus der Arganeraie Marokkos, das unter Kennern als Geheimtipp für die Schönheitspflege gilt, angeboten. Für den Arganölhändler Hichem Sehl (38) war es das erste Weinfest, dennoch zeigte er sich über die positive Atmosphäre überrascht. Auch Gerhard Baumgärtner (47), Inhaber des gleichnamigen Weingutes aus Rheinhessen, der im Vorjahr auch an der Premiere teilgenommen hatte, zeigte sich zufrieden. „Ich bin überrascht, wie viele fachinteressierte Besucher es hier gibt.“

Viel Musik im Angebot

Für das leibliche Wohl war demnach bestens gesorgt, aber auch das Rahmenprogramm konnte sich durchaus sehen lassen. Für die musikalische Untermalung sorgten am Samstag das Trio „Manfred Ulrich“ und die Dixie-Band „Schwiegermutters Lieblinge“, die mit abwechslungsreichen und schwungvollen Liedern das Publikum begeisterten. Freitag schon hatten der Junge Chor Gruiten, das Akkordeon-Ensemble Wuppertal und Oliver Richters mit Heurigen-Liedern begeistert. Gestern waren die Männergesangvereine, die Jazz-Combo „b-flat“, Joe Kiki und das Klezmer-Ensemble der Musikschule zu hören.

Besonders viel Glück hatten die Ehepaare Dick und Laws, die eigens aus Solingen angereist waren. Sie fanden auf dem Weg zum Weinfest im Straßengraben einen 50 Euroschein, den sie prompt in geselliger Runde in Wein investierten. „Ich finde, die Preise sind gerechtfertigt und die Tatsache, dass es hier ausschließlich Wein gibt, verleiht dem Fest eine harmonische Seite. Außerdem wirkt das Fest gut organisiert“, gab Wilfried Dick (60) eine positive Bewertung ab. Auch die Verständigung mit den französischen Händlern klappe gut. „Zur Not muss man sich halt mit Händen und Füßen verständigen“, fand Brunhilde Laws (64).

Quelle: RP

 
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