Haan: Generationen miteinander verbunden
zuletzt aktualisiert: 04.09.2006Düsseldorf (RPO). Unmöglich zu sagen, ob Petrus lateinamerikanische Musik mag. Tatsache ist aber, dass der Regen gestern pünktlich zum Auftritt der Sambagruppe der Musikschule beim Sommerfest im Friedensheim eine Pause einlegte. Die „Galos e Galinhas“ jedenfalls verbreiteten mit ihren Rhythmen hochsommerliche Stimmung auf dem Gelände und ließen die typisch deutsche Wetterlage zumindest zeitweise vergessen. Wo man in den Minuten des Auftrittes auch hinschaute: lachende Gesichter, wippende Füße und bewegte Hüften. Selbst Joe Kiki, der zuvor als Stimmungssänger gegen den Regen ankämpfte, unterbrach kurz seinen Abbau und beteiligte sich mit einer Rassel an der Percussion-Darbietung.
Das Wetter machte den Organisatoren des Festes schwer zu schaffen. „Das ist seit sehr langer Zeit das erste Mal, dass es so regnet“, sagte Karl-Ernst Dörfler. Der Kassierer des Vereins der Freunde des Friedensheims bedauerte diesen Umstand um so mehr, weil der Verein zugleich sein 80-jähriges Bestehen feierte. Immerhin hatte der Regen keinen Einfluss auf die Essgewohnheiten der Besucher: Am Grillstand herrschte Betrieb an der Kuchentheke ohnehin – viele Leute nahmen für die heimische Kaffeetafel gleich ein paar Stücke mehr mit.
Viertägige Reise nach Berlin
Für die Bewohner des Friedensheims bildete das Sommerfest einmal mehr den Höhepunkt des Jahres, denn es schauten viele Familien vorbei, um mit den Senioren gemeinsam den Tag zu verbringen. „Bereits im Vorfeld freuen sich die Bewohner auf das Fest. Für sie hat es einen immens hohen Stellenwert, da es die Generationen zusammen bringt“, bemerkt Dörfler. So drehten denn viele Senioren im Rollstuhl eine Runde über das Gelände oder ließen sich schieben, um alles zu sehen. Und da gab es eine Menge: Vor allem für die Kinder gab es auf dem Weg vom Haupteingang zum Blauen Saal eine Reihe von Spielständen, unter anderem mit Glücksrad und Dosenwerfen sowie Angeboten der KjG, des DRK und der Stadt-Sparkasse. Für Unterhaltung war natürlich auch gesorgt: Neben der Sambagruppe traten auch der Posaunenchor des CVJM, der Städtische Singverein und der Männergesangverein auf. Am Nachmittag spielten Manfred Ulrich und die Spitzbuben sowie der Haaner Swing Express. Den Abschluss bildete die Auslosung der Tombola. Hauptgewinn war eine viertägige Reise nach Berlin.
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