Haan: Haaner sparten viel Geld
VON RALF GERAEDTS - zuletzt aktualisiert: 16.02.2008Düsseldorf (RPO). Die Stadt-Sparkasse Haan legte gestern die Bilanz des Jahres 2007 vor. Vorstands-Vorsitzender nannte den Zuwachs bei den Kundeneinlagen „einfach traumhaft“. Die Kreditzusagen wuchsen um über 50 Prozent.
Eine Erfolgsbilanz für 2007 legte Sparkassen-Vorstands-Vorsitzender Gunther Wölfges gestern vor. Die Kundeneinlagen wuchsen wie noch nie. „Einfach traumhaft“ nannte Wölfges den Zuwachs um mehr als zehn Prozent auf 381 Millionen Euro. Die Bilanzsumme kletterte von 571,9 (2006) auf 598 Millionen Euro. „Das knacken der 600 Millionen-Euro-Marke haben wir uns für unser Jubiläumsjahr vorgenommen“, erklärte Wölfges.
Aktiengewinne sicher angelegt
28 der 34 zusätzlichen Millionen auf der hohen Kante kamen von Privatkunden. Diese bevorzugten überwiegend kurzfristige Geldanlagen. In Sparkassen-Zertifikaten legten die Kunden 69 Millionen Euro an und verhalfen diesem Produkt zu einem Zuwachs von 70 Prozent. Die reinen Spareinlagen blieben mit knapp 167 Millionen Euro konstant. Vorstandsmitglied Peter Vogel vermutete, dass viele Sparer Gewinne im guten Aktienjahr 2007 realisiert hätten und jetzt erst einmal wieder auf sichere Geldanlagen setzten. Dennoch: „Aktien gehören in jede langfristig ausgerichtete Anlagestrategie“, erklärte Wölfges. Im Vorjahr sei das Ordervolumen auf knapp 46 Millionen Euro gestiegen.
Geschäftszahlen 2007
Bilanzsumme 598 Mill. Euro.
Wertpapiere 187,5 Mill. Euro.
Kreditvolumen 313 Mill.Euro.
Spareinlagen 166,6 Mill. Euro.
Sparkassenbriefe 97,2 Mill. Euro.
Täglich fällige Einlagen 97,2 Mill. Euro (2006: 75,8 Mill.)
Inhaberschuldverschreibungen Anstieg von 5,5 auf 8 Mill. Euro.
Auch die Kreditseite entwickelte sich sehr positiv. Die Darlehenszusagen nahmen im Vergleich zu 2006 um mehr als 50 Prozent auf 48,5 Millionen Euro zu. Ein Fünftel aller Kreditverträge sei mit einem Neukunden abgeschlossen, freute sich Gunther Wölfges über die Wettbewerbsstärke seines Instituts. Etwa 60 Prozent aller Darlehen entfielen auf die Wohnbaufinanzierung, die gerne mit einem Bausparvertrag verbunden wurde.
Dienstleistungspakete geschnürt
Mit rund 500 000 Euro muss sich die Stadt-Sparkasse Haan an der Abdeckung der bei der WestLB entstandenen Verluste beteiligen. Dank der Ertragslage habe diese Belastung gut verkraftet werden können, notierte Wölfges.
Für das Jubiläumsjahr hat sich das 1858 gegründete Geldinstitut eine weiter verbesserte Beratung der Kunden in den immer komplexer werdenden Finanzthemen vorgenommen. Dazu gehört auch das Dienstleistungpaket „Starpac“, das sich bereits zum Renner entwickelt hat. Je nach Variante sind in der monatlichen Gebühr Versicherungen, Kreditkarte und Rundum-Service-Angebote enthalten. „Starpac ist das derzeit am stärksten laufende Produkt“, teilte Wölfges mit und kündigte an, derzeit werde an einer zweiten Stufe gearbeitet, in die auch Haaner Firmen mit ihren Angeboten eingebunden werden sollen.
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