Haan: Hausbank der Kommune
VON RALF GERAEDTS - zuletzt aktualisiert: 14.02.2007Düsseldorf (RPO). Die Stadt-Sparkasse Haan schaut auf ein erfolgreiches Jahr 2006 zurück. Der Vorstand
erteilt Gedanken an einen Verkauf eine klare Absage. „Alles, was wir erwirtschaften, bleibt in Haan!“Erfolgreiche Geschäftszahlen des Jahres 2006 legten Gunther Wölfges und Peter Vogel, die beiden Vorstände der Stadt-Sparkasse Haan, gestern vor. „Eine starke Mannschaftsleistung“, fasste Wölfges zufrieden zusammen. Die Bilanzsumme wuchs um 2,6 Prozent auf 589 000 Millionen Euro. Das Sparvolumen wuchs um 17,9 Millionen Euro oder 6,5 Prozent. Die Kreditnachfrage wurde getragen von der Baufinanzierung. Das Geschäft mit mittelständischen Unternehmen florierte. Der Wertpapier-Handel wuchs um 31 Prozent. „Zusammen mit der nochmals verbesserten Eigenkapitalausstattung bleibt die Stadt-Sparkasse Haan für eine eigenständige Zukunft gut gerüstet“, betone Wölfges.
Sparkasse in Zahlen
Gegründet Am 1. Mai 1853.
Mitarbeiter derzeit 120.
Geldanlagen 294 Millionen Euro hatten die Haaner auf die hohe Kante gelegt. Im Schnitt spart jeder 100 Euro im Monat.
Besuche 175 000mal besuchten Kunden die drei Filialen. An den Selbstbedienungsgeräten gab es 900 000 Nutzungen.
Der Vorstands-Vorsitzende erteilte Gedanken des Bürgermeisters an einen Verkauf der Sparkasse eine klare Absage. Zum einen sei dies gesetzlich gar nicht möglich. Zum anderen seien Überlegungen zu Fusionen „vor Jahren schon von der Tagesordnung genommen“ worden. Alle Gremien stünden hundertprozentig zur Stadt-Sparkasse. Vorstandsmitglied Peter Vogel meinte, es mache wenig Sinn, Beteiligungen zu verkaufen, die Ertrag abwerfen. Dazu ergänzte Wölfges: „Alles, was wir erwirtschaften, bleibt in Haan! Entweder in der Rücklage oder es kommt Bürgern in der Stadt zugute. Aber es geht nichts raus!“
Die beiden Sparkassen-Chefs gaben auch ein Signal in Richtung Rathaus, ihr finanztechnisches Wissen zur Verfügung zu stellen. „Die Stadt weiß nicht, wie sie den Sanierungstau bewältigen soll. Wir haben Vorstellungen zur Finanzierung, die nicht in ein Haushaltssicherungskonzept münden würde“, sagte Wölfges. „Es gibt Lösungen. Die bieten wir der Kommune an.“ Diese Gespräche könnten von der Qualität sein, wie sie mit jedem Unternehmen geführt würden, das in der Klemme steckt und Hilfe benötigt. Wölfges: „Wir sind die Hausbank der Kommune.“
Die Sparkasse Haan gilt im Verband als ertragsstark. Daran will der Vorstand noch weiter arbeiten. „Kosten zu sparen, macht im Vertrieb keinen Sinn“, sagte Vogel. Der Vertrieb von Finanzdienstleistungen soll auch über Kontakte mit den Kunden angekurbelt werden. Ziel sei es, mit jedem Kunden einmal im Jahr ein Beratungsgespräch zu führen. 10 000 solcher Termine gab es im Vorjahr. „Wir sind die geborene Direktbank, jederzeit für unsere Kunden persönlich da, direkt um die Ecke.“ KOMMENTAR
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum