Hilden: Helmholtz-Mensa eröffnet
VON STEFANIE MERGEHENN - zuletzt aktualisiert: 09.01.2010 - 17:18Düsseldorf (RPO). Dank des großen Engagements der „Freunde und Förderer des Helmholtz“ konnte dort gestern die neue Mensa eröffnet werden. Die Stadt saniert ihr Gymnasium bis 2011 für 10,8 Millionen Euro.
Ob sich der Name „Lacaille“ für die neue Mensa des Helmholtz-Gymnasiums durchsetzen wird, sei noch dahin gestellt. „Dieser französische Astronom hat das Mensa-Sternbild über Madagaskar entdeckt“, erklärte Susanne Brandenburg bei der gestrigen Eröffnung. Erst seit Oktober firmiert die ehemalige Hildener CDU-Ratsfrau als Geschäftsführerin der gemeinnützigen Helmholtz-Mensa GmbH. „Ich habe selbst am Helmholtz mein Abi gebaut“, begründet Brandenburg ihre Verbundenheit. Zudem besuche ihre Tochter hier die sechste Klasse. Zwar werde diese nicht mehr vom im August startenden Ganztag profitieren, doch „hat sie schon jetzt mit Blick aufs G8 montags bis 16 Uhr Schule“. Klar, dass ihrer Mutter ein nahrhaftes Mittagessen da am Herzen liegt.
120 Sitzplätze auf Barstühlen, gemütlichen Sofas und gepolsterten Sitzmöbeln laden die 1000 Helmholtz-Schüler und ihre Lehrer in dem lichtdurchfluteten Anbau zum Verweilen ein. Essensausgabe ist derzeit von 13.20 bis 14.30 Uhr, aber auch darüber hinaus steht der Saal zum „Chillen“ offen. Immerhin basiert ja auch das Essen der Firma Klüh auf dem „Cook and Chill-Prinzip“ - heißt, dass das Essen in der Düsseldorfer Großküche des Caterers produziert und direkt wieder heruntergekühlt wird. In der Mensa wird es dann schonend erhitzt, so dass die Vitamine erhalten bleiben.
Kira und Stella scheint’s jedenfalls zu schmecken. Die beiden Fünfklässlerinnen haben bereits bei der Schüler-Eröffnung am Donnerstag in der Mensa diniert. „Da gab’s Nudeln mit Gehacktessauce“, erzählt Stella, „das war lecker!“ Und heute? „Ich weiß nicht, was das ist“, sagt Kira und probiert vorsichtig den Grießauflauf, „aber es schmeckt!“ In der Startphase gibt es zunächst nur ein Menü. „Weitere Wahlessen sind in Planung“, betont Schulleiter Karl-Heinz Rädisch.
Eltern können - in Absprache mit ihren Kindern - die gewünschte Mahlzeit buchen und die Geldkarte entsprechend aufladen. Mit dieser kann der Schüler am Terminal sein Essen bezahlen. Die Kosten sind mit 3,30 Euro noch recht moderat. Ausgegeben werden die Mahlzeiten von den zehn Mitgliedern des Mensa-Vereins - ehrenamtliche Eltern, die sich bereits in der zwei Jahre währenden Planungsphase „über die Maßen engagiert“ hätten, lobt Rädisch. Dass sich die für Oktober geplante Eröffnung nun noch um ein Vierteljahr verschoben hat, hätte eher an technischen Feinheiten gelegen. Ob der jährlich von der Stadt mit 34000 Euro subventionierte Betrieb angenommen wird, hänge von der Qualität des Essens ab. „Ich bin da optimistisch“, schmunzelt Rädisch und reiht sich brav in die Schlange ein.
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