Hilden: Hildopoly: Wo bleibt das Geld der Bürger?
VON CHRISTOPH SCHMIDT - zuletzt aktualisiert: 23.12.2009Düsseldorf (RPO). Der Haushaltsentwurf 2010 der Stadt Hilden ist über 600 Seiten stark. Er enthält tausende von Kostenstellen. Da fällt es selbst Fachleuten schwer, den Überblick zu behalten.
Deshalb lädt die Stadtverwaltung bereits seit acht Jahren zu einem "kommunalen Bürgerhaushalt" ein. Dort können die Einwohner erfahren, wie viel Geld ihre Kommune einnimmt und wofür sie es ausgibt.
Ämtern keine Vorgaben gemacht
2010 steht die Informationsveranstaltung unter dem Titel "Hildopoly". Am Samstag, 23. Januar, können interessierte Einwohner von 11 bis 13 Uhr in der Sporthalle am Weidenweg erleben, was die Stadt mit ihren Einrichtungen leistet und was das kostet. "Beim letzten "Hildopoly" vor sieben Jahren waren wir von der Resonanz positiv überrascht", erläuterte Stadtkämmerer Heinrich Klausgrete gestern bei der Vorstellung des Programms: "Über 550 Bürger ließen sich informieren und füllten 135 Fragebögen mit 65 Anregungen zum damaligen Haushalt aus." Ein Beispiel: Die Feuerwehr stellte damals die Uniform eines Brandbekämpfers aus und versah jedes Teil mit einem Preisschild. "Das hat die Besucher sehr beeindruckt", erinnert sich Bürgermeister Horst Thiele. Die Stadt habe den 29 teilnehmenden Einrichtungen keine Vorgaben gemacht: "Es wird spannend sein zu sehen, wie sich jedes Amt präsentiert." Vorstellen werden sich unter anderem das Amt für Finanzdienstleistungen, die Musikschule, das Tiefbauamt, die Bücherei, der Bauhof, Musikschule, Sportbüro, die Sozialpädagogische Einrichtung SPE Mühle, aber auch die Sparkasse Hilden-Ratingen-Velbert, die Stadtwerke und die Volkshochschule. Sie repräsentieren mit ihren Dienstleistungen rund die Hälfte der gut 160 Millionen Euro, die die Stadt im kommenden Jahr ausgeben will.
Fundsachen-Versteigerung
Drumherum gibt es ein buntes Rahmenprogramm mit Fundsachen-Versteigerung, Tanz- und Musikdarbietungen, Verlosung, Kinderrallye und einer Cafeteria im benachbarten Jugendtreff Weidenweg. Parkplätze stehen vor dem Sportplatz zur Verfügung. "Hildopoly" wurde im Rahmen eines Projekts des NRW-Innenministeriums und der Bertelsmann-Stiftung von Studierenden der Düsseldorfer Fachhochschule für Kommunikationsdesign exklusiv für Hilden entwickelt, erinnert sich Kai Russo, Mitarbeiter im Amt für Finanzdienstleistungen: "Wir sind die einzige Stadt, die die Genehmigung hat, den Namen Hildopoly offiziell zu verwenden." Frage des Tages www.rp-online.de/hilden
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