Haan: Holzzaun sperrt Wanderer von Privatland im Ittertal aus
zuletzt aktualisiert: 15.07.2010Düsseldorf (RPO). Der Wanderweg an der Bruchermühle vorbei ist sei gestern Nachmittag durch ein Tor an der Bruchermühle gesperrt. Arbeiter bauten einen stabilen Holzzaun samt Tor an der Grenze des privaten Grundstücks vor der Straße Müllersberg auf.
Ein weiteres wird an der anderen Seite des Hofraums errichtet. Spaziergänger müssen jetzt in Richtung Caspersbroich abbiegen und können dann jenseits der Itter parallel zum gesperrten Weg in Richtung Schaafenkotten gehen.
Der gestrige Artikel über die bevorstehende Sperrung löste eine Diskussion über den Schritt Legners aus. In mehreren Kommentaren äußerten Leser Unverständnis darüber, dass das Ordnungsamt der Stadt Haan es seit Jahresbeginn – zuvor hatte das Verwaltungsgericht Düsseldorf entschieden, dass es sich um einen privaten und nicht um einen öffentlichen Weg handelt – nicht geschafft hat, mit dem Grundstückseigentümer eine Lösung zu finden.
Ordnungsamt schreibt im Internet
Gestern betonte Gero Legner noch einmal gegenüber der RP, dass er mit dem Bau einer Schikane – ähnlich der am Schaafenkotten – einverstanden gewesen wäre. Die hätte Radfahrer zum Absteigen gezwungen und Pferde ausgesperrt – deren Hinterlassenschaften allzu oft von den Anwohnern weggeschaufelt werden mussten. Zudem hätte ein Schild auf die Anleinpflicht für Hunde im Naturschutzgebiet hinweisen sollen.
In einer Entgegnung des Ordnungsamtes an den "sehr geehrten Tiefseefisch" (so der Alias-Name des Schreibers) wehrt sich die Stadt gegen pauschale Anschuldigungen. Schreiben von Legner und seinem Anwalt seien in letzter Zeit nicht eingegangen. Legner habe sogar der Errichtung der passierbaren Wegsperre im März widersprochen. Auf Nachfragen der Stadt, die Erörterungen fortzusetzen, habe es nur ausweichende Antworten und schließlich am 1. Juli die Ankündigung der Sperrung gegeben.
Wieder ein Baum umgestürzt
Bürgermeister Knut vom Bovert deutete an, Legner habe die Stadt zu Dingen zwingen wollen, die sie nicht wolle. Details mochte der Verwaltungschef aber unter Hinweis auf "schwebende Verfahren" nicht nennen.
Gero Legner erklärte, er Bewohner des Schaafenkottens und auch die Feuerwehr werden einen Schlüssel zum Tor erhalten. Andere sollen den Weg nicht mehr nutzen dürfen, wo vor wenigen Tagen oberhalb am Hang wieder ein Baum – der fünfte in diesem Jahr – umgestürzt ist. "Ich bin der Eigentümer des Waldes und kann die Verantwortung für das durch den Hang bestehende Risiko nicht tragen", betonte Legner.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum