Haan: Idee zu mehr Leistung
VON RALF GERAEDTS - zuletzt aktualisiert: 08.12.2006Düsseldorf (RPO). UWG regt neue Markierung für Kreuzung Oberhaan an. Linksabbieger nach Gruiten sollen auf eigener Spur nicht länger bremsen.
Sie ist stauträchtig, die Kreuzung der Elberfelder Straße mit der Gräfrather- und Gruitener Straße. Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) hat Ideen entwickelt, wie der Verkehrsfluss durch kleine Eingriffe in die heutige Regelung leistungsfähiger gemacht werden könnte. Im Verkehrsausschuss sagte Baudezernent Matthias Buckesfeld zu, die Vorschläge mit „Straßen NRW“, Baulastträger der Hauptverkehrsstraßen, zu besprechen.
Beschleunigung stadtauswärts
Die täglich zur Hauptverkehrszeit wachsenden Staus könnten, nach Auffassung der UWG reduziert werden, indem die heute für Geradeausverkehr (Richtung Wuppertal) und Linksabbieger vorgesehene Fahrspur nur den Abbiegern zugeordnet würde. Denn Linksabbieger in Richtung Gruiten, die den Gegenverkehr passieren lassen müssen, blockieren nicht nur die Fahrzeuge mit Ziel Wuppertal, sondern die wachsende Autoschlange auch die Rechtsabbiegerspur. „Wenn die heutige kombinierte Spur nur den Abbiegern vorbehalten würde, könnte der Geradeaus und Rechtsabbiegeverkehr weitgehend ungehindert abfließen“, regte Gerhard Herder (UWG) an. Er sieht nur Vorteile: Rechtsabbieger könnten dann die volle Grünphase nutzen. Gefährlichen Situationen nach Spurwechseln ungeduldiger Geradeaus-Fahrer.
Die grundsätzlichen Probleme dieses Knotenpunktes können mit der preisgünstigen Neu-Markierung nicht gelöst werden. Darüber ist sich Gerhard Herder klar: „Diese Kreuzung muss grundsätzlich geändert werden – nicht zuletzt mit Blick auf den gerade begonnenen Bau der Kreisstraße 20n.“
Schon vor zwei Jahrzehnten gab es Forderungen nach einem Ausbau. Als dann aber Überlegungen reiften, auf dem Bahngelände in Vohwinkel ein Frachtzentrum zu bauen, mehrten sich die Stimmen, auf einen Kreuzungsumbau im großen Stil zu verzichten: Die neue, leistungsfähige Kreuzung hätte in Sachen Frachtzentrum nicht mehr als Gegenargument angeführt werden können.
Nadelöhr Oberhaan
Diesem auch mit den Stimmen der CDU gefassten Beschluss trauert Peter Bartz heute noch nach. „Damals haben wir wie die Löwen für den Ausbau gekämpft. Jetzt wird da in den nächsten Jahren kaum etwas laufen“, ärgerte sich der CDU-Ratsherr, dessen Lastwagen so manche Fahrt zügiger bewältigen könnten, gäbe es das Nadelöhr Oberhaan nicht.
Michael Heinze (SPD) widersprach im Verkehrsausschuss der Auffassung, „Straßen NRW“ müsse die Ampelschaltungen ändern. Programme würden nach Planungen der Städte geändert.
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