Hilden: Katherina landet auf Platz zwei
VON CHRISTIAN SPOLDERS - zuletzt aktualisiert: 23.02.2012Hilden (RP). Die Sechstklässlerin der Theodor-Heuss-Hauptschule wird beim Kreis-Entscheid des Vorlesewettbewerbs nur von einer Langenfelderin besiegt. Die Zwölfjährige ist enttäuscht, hatte aber Spaß – wie Katja Stuhlträger auch.
Hilden/Mettmann So ein wenig sah man Katherina Kipke ihre Enttäuschung an. Und auf die Frage, ob die Sechstklässlerin der Hildener Theodor-Heuss-Hauptschule mit ihrem zweiten Platz beim Kreis-Ausscheid des Vorlesewettbewerbs denn nicht zumindest ein bisschen zufrieden sei, wusste sie nicht gleich eine Antwort. Sie zuckte mit den Achseln und meinte, dass sie schon traurig sei. "Aber eigentlich geht es auch schon wieder", sagte sie dann doch. "Es hat Spaß gemacht, hier dabei zu sein."
Hier – das war das Kreishaus in Mettmann, wo sich alle Stadtsieger des Kreises zusammengefunden hatten, um zu entscheiden, wer im Mai beim Wettbewerb der besten Vorleser des Landes Nordrhein-Westfalen dabei sein darf. Katherina Kipke hatte sich mit dem Buch "Die drei !!! – Tatort Paris" von Henriette Wich vorbereitet. "Das Buch hatte ich geschenkt bekommen, da ich beim Stadtentscheid gewonnen hatte", sagte sie.
Der Wettbewerb
Der Wettbewerb Der Vorlesewettbewerb wird seit 1959 jährlich vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels veranstaltet.
Die Teilnehmer Der Vorlesewettbewerb ist einer der größten bundesweiten Wettbewerbe für Schüler. Jedes Jahr nehmen fast 700 000 Schüler der 6. Klasse aus etwa 7 500 Schulen daran teil.
Dass es nicht zum nächsten Sieg gelangt hat, lag daran, dass Laura Schulte von der Langenfelder Käthe-Kollwitz-Hauptschule noch "ein wenig besser vorgelesen hat", wie die Jury in ihrer Begründung meinte. In dieser saßen Schulamtsdirektor Wolfgang Lindemann, Schuldezernentin Ulrike Haase, Angela Dauensteiner (Bücherei Erkrath), Jutta Pilz (Kreisverwaltung) und Klaus Velleuer (Kreissparkasse Düsseldorf). Die Haanerin Gina Ostuni, die als zweite aller Teilnehmer ran musste, war ein wenig aufgeregt, als sie aus der Vampirsaga "Bis(s) zum Morgengrauen" von Stephanie Meyer vorlas.
Nicht auf dem Treppchen landeten die zwei Schülerinnen, die sich als Stadtsieger in Haan und Hilden für den Kreis-Entscheid qualifiziert hatten. Lioba Ostertag vom Gymnasium Haan las aus "Insel der blauen Delphine" von Scott O'Dell vor. Ihre Nervosität konnte man ihr ebenso ansehen wie Katja Stuhlträger vom Helmholtz-Gymnasium.
Die beiden Mädchen saßen mit acht weiteren Schülern auf einem Podest, als sie in der Kategorie Gymnasium, Real- und Gesamtschule aufgerufen wurden. "Jedes Mal, wenn das Mikrofon näher kam, wurde ich ein bisschen aufgeregter", sagte die Zwölfjährige. Sie hatte sich zuvor mit dem Buch "Rosie und der Urgroßvater" von Monika Helfer und Michael Köhlmeier vorbereitet. "Hier waren auch viel mehr Leute als beim Stadtentscheid, darum war ich noch ein bisschen nervöser", sagte sie.
Dennoch habe es ihr Spaß gemacht, dabei zu sein. "Es war schön, auch wenn es mit dem ersten Platz nicht ganz geklappt hat." Immerhin konnte sie dabei sein. Während zwei andere Teilnehmer wegen Krankheit absagten, kam sie auf Krücken gehumpelt. "Beim Handball habe ich mir einen Haarriss zugezogen", erklärte sie. "Es ist aber schon nicht mehr so schlimm." So konnte sie auch verkraften, dass unter den zehn Kandidaten ihrer Kategorie einer von nur zwei Jungs gewann: Ben Lichtenberg aus Mettmann.
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